2. Spieltag: Alemannia Mariadorf - Arminia Eilendorf 1:4 (1:0)

Spielbericht aus der Aachener Zeitung:

Gabriele Di Benedetto schien es geahnt zu haben. In der 60.Minute sagte Alemannia Mariadorfs Trainer leise zu seinem Assistenten Firat Koyun: „Wir müssen etwas ändern.“ Kurz darauf schrie er über den gesamten Kunstrasenplatz Am Maxweiher in Eschweiler ein Wort, das seine Mannschaft über die gesamte Spielzeit gegen Arminia Eilendorf in seinen Augen zu wenig hatte: „Ballbesitz.“ Zu diesem Zeitpunkt führten die Mariadorfer nach einem Sonntagsschuss von Peter Szczyrba in der 15. Minute noch mit 1:0.

Trotzdem zeichnete sich bereits da ab, dass die Land-Alemannia dem intensiven Spiel mit wenig Entlastungsphasen Tribut zollen musste. Yannik Voussen brachte es etwas überspitzt auf den Punkt, als er eine Minute später zu seinem Trainer Di Benedetto rief:„Ich bin tot.“ Kurz darauf erzielte der eingewechselte DustinBücken (63.) den Ausgleichstreffer für die Eilendorfer.

 

„Das 1:1 war der Brustlöser für uns“, sagte Eilendorfs Trainer Frank Küntzeler nach dem Spiel.

Mit diesem „Brustlöser“ läutete Bücken die Schlussoffensive der Arminia ein, die nach sehenswerten und gut herausgespielten Treffern von Patrick Wirtz (71., 90.) und Jan von Ameln (77.) dann doch noch recht deutlich mit 4:1 gewann. „Am Ende schwanden bei uns die Kräfte. Wenn du die ganze Zeit nur dem Ball hinterläufst, ist das auch logisch. Da musst du die Ballbesitzphasen auch mal als Ruhephasen nutzen“,musste Di Benedetto zugeben. Mariadorfs Trainer sah zwei weitere Knackpunkte für die Niederlage. Zum einen klagte er über die mangelnde Chancenauswertung in der ersten Halbzeit, als die Mariadorfer nach dem 1:0 mehrere Kontersituationen in Überzahl nicht konsequent zu Ende spielen konnten. „Wir hätten mit 2:0 oder gar 3:0 in die Pause gehenkönnen“,meinte Di Benedetto, der ganze vier Mal verletzungsbedingt wechseln musste. Speziell die Auswechslungen des Torschützen Szczyrba und des stark spielenden Bilal Ok schwächten die Mariadorfer sichtbar. „Ohne Szczyrba konnten wir die Bälle in der zweiten Halbzeit nicht mehr wirklich festmachen.

 

Die Verletzungen waren sehr ärgerlich. Aber das gehört dazu“, sagte der Trainer des Landesliga-Aufsteigers. Ohne diese Entlastung konnten Mariadorfer den in der zweiten Halbzeit dann effektiver und zielgerichteter nach vorne spielenden Eilendorfern zum Ende hin nichts mehr entgegensetzen.„Inder ersten Halbzeit war es nach einer guten Anfangsphase manchmal ein wenig Schlafwagenfußball von uns. Spätestens nach dem 1:1 haben wir es dann aber richtig gut gemacht und hätten auch durchaus noch mehr Treffer erzielen können“, sagte Eilendorfs zufriedener Trainer Küntzeler nach dem ersten Dreier der Saison. Trotzder zweiten Niederlage im zweiten Spiel zeigte sich Di Benedetto nach dem Spiel positiv. „Ich habe vor allem in der ersten Halbzeit viele gute Ansätze gesehen. An unserem Konter-und Ballbesitzspiel müssen wir nun weiter arbeiten“, sagte der Trainer. Damit er vielleicht schon beim nächsten Spiel keine bösen Vorahnungen mehr haben muss.

 

Torfolge:

1:0 Szczyrba (15.), 1:1 Bücken (63.), 1:2 Wirz (72.), 1:3 von Ameln (77.),

1:4 Wirtz (90.)

 

Aufstellung:

Goraya, Behil, Kreutz, Vujicic (73., Neuber), Willems, Hochmuth, L. Heitzer,

Ok (52., Pang), Voussen (72., Idowu), Neumann, Szczyrba (34., Sokolowski)

 

Reserve:

Krimp (ET), Neuber, Idowu, Pang, Finlay, Sokolowski

1. Spieltag: Eintr. Verlautenheide - Alem. Mariadorf 7:1 (2:0)

Bericht aus der Aachener Zeitung:

Nach den intensiven 90 Minuten hätte die Gefühlslage der beiden Trainer nicht unterschiedlicher sein können. Während Alemannia Mariadorfs Gabriele Di Benedetto resümierte, dass seine Mannschaft „viel Lehrgeld“ gezahlt habe, zeigte sich Verlautenheides Dennis Buchholz äußerst angetan von der Leistung seines Teams. Die Eintracht hatte kurz zuvor zum Auftakt in der Fußball-Landesliga einen 7:1 (2:0)-Erfolg gegen den Aufsteiger aus Alsdorf gefeiert und grüßt nach dem ersten Spieltag von der Tabellenspitze. „Ich bin rundum zufrieden“, freute sich Buchholz nach der Partie. „Mariadorf hat uns alles abverlangt und unseren Spielfluss häufig gut unterbunden“, sparte der Coach nicht mit Lob für den am Ende klar unterlegenen Gegner.

 

Von Beginn an schenkten sich beide Mannschaften nichts, in den Zweikämpfen ging es ordentlich zur Sache. Die erste Chance hatten die Gastgeber: Nach einem Freistoß von der Mittellinie war Kapitän Marcel Bey zur Stelle, doch sein Kopfball war zu unplatziert und landete in den Armen von Mariadorfs Keeper Nisar Ahmad Goraya. Auf der anderen Seite prüfte Andre Hochmuth Eintrachts Schlussmann Timo Küppers mit einem Schuss aus rund 30 Metern (16.). Die Führung für das Buchholz-Team sollte aus einer Standardsituation resultieren: Nach einem Freistoß von der linken Seite war Philipp Blumenthal mit dem Kopf zur Stelle (22.). Eugen Lobanov erhöhte nach einem Zuspiel von Marvin Iskra auf 2:0 (41.). Kurz vor der Pause jubelten die Blau-Weißen erneut, doch Schiedsrichter Moritz Dassen und sein Assistent hatten den Ball nicht hinter der Linie gesehen.

 

Nach dem Wechsel sorgte Kapitän Bey für die Vorentscheidung: Der Mittelfeldlenker zog aus 25 Metern unbedrängt einfach mal ab. Goraya war zwar mit den Fingern noch dran, doch der Ball segelte zum 3:0 ins Tor (51.). Mit einer einstudierten Eckenvariante legten Luca Gehlen und Torschütze Alan Graf für die Eintracht nach (57.). Ein Doppelschlag von Iskra (68., 69.) sowie ein weiterer Treffer von Bey (81.) schraubten das Ergebnis in die Höhe. Lucas Heitzer gelang sieben Minuten vor Schluss nur noch der Ehrentreffer für die Alemannia. „Wir haben eine teilweise durchwachsene Vorbereitung gehabt, aber heute waren die Jungs auf den Punkt wieder da.

 

Ich habe als Eintracht-Trainer noch nie ein Auftaktspiel verloren“, freute sich Buchholz über den Dreier zum Start. Di Benedetto hingegen richtete direkt den Fokus auf die kommenden Aufgaben und sagte: „Wir werden aus diesem Spiel unsere Lehren ziehen.“

 

Torfolge:

1:0 Blumenthal, Philipp (21.), 2:0 Lobanov, Eugen (41.), 3:0 Bey, Marcel (51.), 4:0 Graf, Alan (57.),

5:0 Iskra, Marvin (68.), 6:0 Iskra, Marvin (69.), 7:0 Bey, Marcel (81.), 7:1 Lukas Heitzer

 

Aufstellung:

Goraya, Kreutz (78., Willems), Idowu, Vujicic, Pang, Voussen, Neumann, Ok (50., Finlay), Hochmuth, Szczyrba, Sokolowski (70., L. Heitzer)

 

Reserve:

Krimp (ET), Willems, L. Heitzer, Finlay, Behil, Müllenberg