Bericht von Sigi Malinowski (Aachener Zeitung)

Mariadorfs Hoffnung stirbt in elf Minuten

Nach torloser erster Hälfte sorgt Germania Teveren in der Fußball-Landesliga mit dem 3:0 für klare Verhältnisse.

Hilft jetzt nur noch beten? Zur Halbzeit war die Mariadorfer (Fußball-)Welt noch einigermaßen in Ordnung. Die Land-Alemannia und Germania Teveren gingen mit einem 0:0 in die Pause. Während aus Verlautenheide die „Simsen“ eintrafen und eine 2:1-Führung der Eintracht gegen den Kohlscheider BC meldeten.

Kurzzeitig war da der Rückstand der Alemannen auf den rettenden elften Tabellenplatz auf einen Zähler geschrumpft. Um so größer war die Ernüchterung im schmucken Südpark für die Mariadorfer Anhänger nach Spielschluss. Denn zwischenzeitlich hatte Teveren einen Gang höher geschaltet, innerhalb von elf Minuten drei (sehenswerte) Treffer erzielt und die sportlichen Gewichte gerade gerückt.

Nach dem 0:3 mochte Alemannias Trainer Sebastian Wirtz dann auch gar nicht rechnen. „Das nützt jetzt nichts. Wir haben noch drei Spiele zu absolvieren. Einschließlich der Partie in Kohlscheid. Jedes davon wird ein Endspiel sein“, wollte der Trainer keine voreilige Überschlagsrechnung machen.

 

Schwerer Abwehrfehler

 

„Wir haben noch drei Spiele zu absolvieren. Jedes davon wird ein Endspiel sein.“

Sebastian Wirtz, Trainer von Alemannia Mariadorf

 

Bis zum Seitenwechsel hatten sich die Gastgeber bei recht warmen Temperaturen ein leichtes Chancenplus erarbeitet. So hatte Alemanne Orhun Behil (16.) fast ein „HSV-Tor“ wie zuletzt in Berlin geschossen. Fast von der Eckfahne traf er in den Winkel, aber Teverens Torwart Niklas Aretz parierte noch. Auch Yannik Voussen und Ufuk Özer hatten weitere Möglichkeiten, die Führung zu markieren.

 

Das erste Tor hatten aber auch die Gäste mindestens zweimal durch Alex Back und Patrick Rubaszewski vor Augen. Dass seine Mannschaft angesichts der prekären Lage zu wenig in diesem Spiel investieren würde, sah der Mariadorfer Trainer „ganz und gar nicht“. Nach der Partie meinte er, „wir waren keine drei Tore schlechter, aber heute hat man wieder gesehen, dass wir nicht in der Lage sind, Rückschläge wegzustecken“.

 

Dabei spielte er auf das 0:1 der Germanen an, dem ein schwerer Abwehrfehler weit vor dem Mariadorfer Strafraum vorausging. Mehmet Yilmaz und Alex Back schalteten blitzschnell. Die Yilmaz-Vorlage schoss Back (57.) zum 1:0 ein. Teveren hatte nun die Begegnung fest im Griff. „Organisatorisch ist meine Mannschaft heute bärenstark aufgetreten“, hob Germania-Coach Dirk Kalkbrenner aus einer guten Mannschaft den Teverener „Sechser“ Nico Czichi heraus. „Nico hat brutal effektiv gespielt“, lobte der Coach.

 

Das tat auch Mehmet Yilmaz, als er das 2:0 (63.) vorbereitete. Patrick Rubaszewski vollendete. Das 3:0 (68.) machte Yilmaz dann selbst. Einen Sololauf auf der rechten Seite schloß er mit einem Pfundsschuss aus 16 Metern ins kurz Eck ab. Spätestens zu diesem Zeitpunkt waren die Hausherren der spielerischen Qualität Teverens nicht mehr gewachsen. Dass es nicht noch den einen oder anderen Einschlag mehr gegeben hatte, durften die Gastgeber ihrem Keeper Sven Krimp verdanken. Er rettete mehrfach in brennender Situation. Nun wollen die Land-Alemannen den ersten Matchball im Kampf um den Ligaverbleib am Sonntag gegen Schafhausen setzen, um nicht am Pfingstmontag in Kohlscheid den Niederschlag zu kassieren. Dabei dürften die Sieger von gestern doch erpicht auf eine Revanche sein. Verlor man doch im Hinspiel in der Heide mit 0:2 gegen die „Scheeter“.

2te mit guter Leistung, leider nur ohne Abschlussglück

Eine gute Leistung zeigte die 2te beim Heimspiel gegen die SG Stolberg und unterlag unglücklich. Zahlreiche gute Chancen blieben leider ungenutzt (leider fehlte auch noch der etatmäßige Stürmer Max Schlicht) am heutigen Tage.

 

Von Beginn an entwickelte sich ein Spiel mit viel Engagement und Einsatzwillen beider Teams. Timo Lenz konnte in Halbzeit 1 einige Male glänzend reagieren und die Null stand, vorne fehlte das letzte Quäntchen Glück und Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor. In der 76. Minute dann das 1:0 für die Gäste. Mariadorf versuchte alles aber heute wollte kein Tor gelingen. So blieb es beim Gästesieg, jedoch war Trainer Michael Krings im Vergleich zu den beiden letzten Spielen „vor allem mit dem Einsatz und der Leistungsbereitschaft in den vollen 90 Minuten zufrieden.“

 

Jetzt heißt es weitermachen und am Wochenende erneut zuhause gegen den SV Breinig endlich wieder einen Dreier einzufahren.

 

Aufstellung: T. Lenz, Eikermann, Heitzer, Zurek, M.Lenz (81. M. Schmitz), Hodzic, Bayindir, Beker, Diallo (81. Johnen), Robert (75. Offermanns), Shabani

Kreismeister Ü32 2022 - Alemannia Mariadorf Alte Herren

Bei der diesjährigen Kreismeisterschaft der Ü32 Mannschaften des Kreises Aachen gewann die Landalemannia den Titel.

 

In der Vorrunde konnte man 1:0 gegen JFC Alsdorf, durch einen klasse heraus gespielten Treffer durch Christian Eikermann, gewinnen.

 

Im zweiten Spiel verlor man verdient gegen Eintracht Verlautendheide mit 1:3. Hierbei erzielte Michael Krings den Anschlusstreffer.

 

Im letzten Vorrundenspiel dann 2:0 gegen Union Ritzerfeld, hierbei konnten sich Denis Hermanns und Sascha Schaffrath in die Torschützenliste eintragen.

 

Im Halbfinale stand es dann bei Spielende 1:1 gegen den TUS Mützenich. Den Treffer erzielte nach Rückstand Anouar Haji.

 

Im folgenden Neunmeterschießen trafen Michael Krings und Denis Hermanns souverän und Marvin Pley konnte mit zwei starken Paraden den Sieg festhalten.

 

Im Finale dann ein ausgeglichenes Spiel gegen Crosokoli Aachen. Nach der Hälfte der Spielzeit wurde Anouar Haji im Strafraum gefoult und Michael Krings verwandelte den fälligen Strafstoß sicher zum 1:0. Kurz vor dem Ende bekam Crosokoli dann ebenfalls einen Neunmeter, den Marvin Pley wieder ganz stark entschärfte. Denis Hermanns traf dann mit einem satten Schuss zum 2:0. Zwei Minuten vor Schluss dann doch das 2:1 für Aachen. Jedoch rettete Mariadorf das ganze ins Ziel und wurde verdient Kreismeister 2022.

 

Klasse Teamleistung, Anfeuerung der mitgereisten Mariadorfer zur Unterstützung.

 

Mega Stimmung bei der Pokalübergabe...

 

Kader: Marvin Pley, Robert Kroll, Thomas Adamski, Michael Krings, Christian Eikermann, Dennis Zurek, Denis Hermanns, Sascha Schaffrath und Anouar Haji.

 

Abteilungsleiter Kalle Pley sagte "Ich bin stolz wie Bolle auf das Team".

 

Kreismeister 2022, nur der SVA

Ein nicht alltägliches Jubiläum konnte jetzt unser Mitglied Heinz Stollenwerk feiern; er vollendete sein 90. Lebensjahr !!

Zu den ersten Gratulanten gehörten natürlich Sohn Franz-Josef mit Schwiegertochter Inge, Enkelin Joelle und Lebensgefährtin Anni.
Unser Sozialwart Hubert Hennes und Ehrenmitglied Jürgen Kochs überbrachten dem vitalen Jubilar für den Verein die Glückwünsche und überreichten einen Präsentkorb.
Der stellvertretende Bürgermeister Markus Conrads gratulierte für die Stadt Alsdorf.

 

Zweite Mannschaft bekommt in der Nachspielzeit den Ausgleich

Trotz zahlreicher Ausfälle brachte die 2te immer noch eine „gute Truppe“ auf den Platz und versuchte ihrerseits das Spiel zu diktieren. Oftmals spielte man jedoch nicht über die Außen und drängte zu schnell in die Mitte. Mit dem ersten zielgerichteten Angriff ging dann jedoch Haaren in Führung. Es dauerte jedoch nicht allzu lange bis zur Mariadorfer Antwort.

 

Unser Nachwuchsspieler Saliu Diallo erlief auf der rechten Seite einen Pass und flankte in den Rückraum, Albin Shabani nahm die Flanke volley und traf zum 1:1-Ausgleich in die Maschen. Kurz vor der Halbzeit hatte Mariadorf dann noch die große Gelegenheit zur Führung, jedoch kam der letzte Pass auf den völlig freistehenden Max Schlicht nicht an.

 

Nach dem Seitenwechsel versuchte Mariadorf „das Spiel breiter anzulegen“ und mehr ins Passspiel zu kommen. Belohnt wurde man dann rasch, als Max Schlicht eine tolle Vorbereitung von Diallo über die Linie drückte. Der Schiedsrichter (er traf leider sehr wenige eigenständige Entscheidungen) ließ sich jedoch vom Gegner beeinflussen und entschied auf Abseits. Wenige Minuten später, Max Schlicht wurde steil angespielt, umkurvte den Torwart und traf zur verdienten 2:1-Führung (hier hätte ein Abseitspfiff wohl richtigerweise ertönen sollen).

 

Ausgleichende Gerechtigkeit, ich bleibe dabei „ein Schiedsrichter sollte mehr eigene Entscheidungen treffen, als dem lauten Getöse der vermeintlich benachteiligten Mannschaft nachzugeben“ und zumindest versuchen, das ein oder andere Mal auf Ballhöhe zu sein.

 

Mariadorf blieb jetzt dran und erhöhte kurze Zeit später auf 3:1, als wiederum Albin Shabani gut freigespielt wurde und er seinen Doppelpack schnürte. Unmittelbar nach einer „Trinkpause aufgrund der hohen Temperaturen“ kam Haaren dann viel zu leicht zum Anschlusstreffer, Mariadorf nicht nah genug an den Gegenspielern und der Anschluss für die Gastgeber war hergestellt. In der Schlussviertelstunde dann zahlreiche Kontermöglichkeiten für Mariadorf, man „hätte den Sack zu machen können wenn nicht sogar müssen“, oder aber mit aller Macht und Willen das eigene Tor mit aller Konsequenz verteidigen. In der Nachspielzeit Mariadorf in Ballbesitz, statt diesen zu halten ein unmotivierter Versuch einen langen Diagonalball zu spielen, dieser wurde abgefangen und ein ebenso unnötiges Foulspiel führte zu einem letzten Freistoß, Flanke, Kopfballbogenlampe, Tor, 3:3.

 

Haaren jubelte, Mariadorf in letzter Minute um den Sieg gebracht. Dieses „Last-Minute-Unentschieden“ hat sich die 2te jedoch komplett selbst zuzuschreiben. Es fehlte leider an der letzten „Geilheit“ dieses Spiel auch zu Ende zu spielen und den „Dreier einzufahren“.

 

Aufstellung: Lenz, Eikermann (63. Kollednigg), Heitzer, Bergs, Zurek, Bayindir, Offermanns (63. Karrasch), Diallo (63. Robert), Hodzic, Schlicht (76. Haji) Shabani

45 Minuten „Arbeitsverweigerung“

Alemannia Mariadorf unterliegt in der Fußball-Landesliga Verlautenheide 3:5.

Die Messe war schon zur Halbzeitpause gelesen. Alemannia Mariadorf lag 1:5 gegen Eintracht Verlautenheide zurück. Dank einer Leistungssteigerung auf der einen und einem Leistungsabfall auf der anderen Seite endete die Partie in der Fußball-Landesliga letztlich 3:5. Der Mariadorfer Trainer Sebastian Wirtz fand nach dem Spiel deutliche Worte: „Die ersten 45 Minuten waren Arbeitsverweigerung und unter mir die schlechteste Halbzeit. Dafür gibt es keine Erklärung.“

 

Was war passiert? Schon in der zweiten Spielminute erlief Onur Baslanti einen Ball und markierte das 1:0 für die Gäste. Das 2:0 für Verlautenheide folgte nach einer Ecke. Mariadorfs Torwart Sven Krimp wehrte einen Kopfball von Stephan Kamps noch ab, doch da hatte das Spielgerät schon die Linie passiert (18.). Die Gastgeber kamen zwar durch Lucas Heitzer zum Anschluss (24.), doch auf der anderen Seite konnten seine Abwehrkollegen den Ball nicht klären – und Shadrac Don Futi bedankte sich (32.). Nun wurde es bitter. Christian Schröder traf aus der Distanz nur die Latte (37.), sein Teamkollege Baslanti machte es besser – und zwar gleich zwei Mal (41., 43.).

 

 

Im zweiten Durchgang hätte die Land-Alemannia kurz nach Wiederbeginn verkürzen können, doch Marcel Mrosek im Kasten der Eintracht wehrte einen Foulelfmeter von Elmehdi Majbour ab (48.). Das 2:5 fiel dennoch, aber erst in der 61. Spielminute, als Denis Pozder einen Chipball annahm und verwertete. Zu spät für eine echte Aufholjagd fiel dann noch das 3:5 durch Heitzer (85.). „Wir haben in Halbzeit zwei gezeigt, dass wir es anders können“, meinte Wirtz. Im Abstiegskampf hat sich die Situation für Mariadorf zumindest nicht verschlechtert, da Kohlscheid ebenfalls verlor – und auch Bad Honnef in der anderen Landesliga-Staffel.

 

 

Eintracht-Trainer Dennis Buchholz freute sich zwar, die 30-Punkte-Marke geknackt zu haben, kritisierte aber den Auftritt seines Teams in Durchgang zwei: „Das ging überhaupt nicht. Ohne die erste Hälfte mit traumhaften Toren wäre es vielleicht noch kritisch geworden.“

Alemannia Mariadorf 2te – FC Eschweiler 1:1 (0:0)

2te zeigt zu wenig Aggressivität und Leidenschaft und spielt nur Remis

Nach zwei spielfreien Wochenenden stand das Heimspiel gegen den FC Eschweiler an. Bei guten äußeren Bedingungen war Mariadorf zwar über die gesamte Zeit spielbestimmend, jedoch fehlte es auch an Tugenden wie Zweikampfbereitschaft und der absoluten Gier das Spiel für sich entscheiden zu wollen. Bis zur Pause blieb es beim torlosen Remis, trotz einiger guter Torchancen auf Mariadorfer Seite, die größte Chance zur Führung vergab Kapitän Marco Schmitz. Kurz vor der Halbzeit verletzte sich Eschweiler’s Keeper und musste per Krankenwagen zur Untersuchung ins Krankenhaus, die Landalemannia wünscht gute Besserung.

 

Nach dem Seitenwechsel das gleiche Bild, Mariadorf lief immer wieder an, doch Eschweiler’s Ersatzkeeper konnte sich mehrfach auszeichnen, zweimal sogar mit dem Prädikat „Weltklasse“. Bei einem der wenigen Konter von Eschweiler war Mariadorf dann in der Defensive zu zögerlich und so stand es plötzlich 0:1 aus Sicht der 2ten. Jedoch konnte wenige Minuten später Max Schlicht per Kopf auf 1:1 stellen, als er eine mustergültige Flanke von Pascal Johnen wuchtig einköpfte. Weitere gute Möglichkeiten blieben ungenutzt und so musste sich Mariadorf am Ende mit dem Unentschieden begnügen.

 

Insgesamt war der heute betriebene Aufwand nicht hoch genug um den Sieg einzufahren, auch wenn die Tormöglichkeiten für einen Sieg sicher vorhanden waren, stellte Mariadorfs Trainer Michael Krings im Anschluss an die Partie fest.

 

Aufstellung: T. Lenz, Hodzic, Bergs, Heitzer, M. Lenz (64. Körlings), Bayindir (61. Shabani), Beker, Johnen, Zurek (77. Diallo), Schlicht, M. Schmitz (73. Offermanns)

Erste Mannschaft spielt 4:4-Unentschieden in Brauweiler

Sebastian Wirtz: „Stehen nicht zu Unrecht unten drin“

 

Alemannia Mariadorf bleibt auf dem vorletzten Platz der Fußball-Landesliga. 4:4 (1:1) spielte das Team von Trainer Sebastian Wirtz bei Konkurrent Grün-Weiß Brauweiler. André Hochmuth erzielte die Gäste-Führung vom Punkt (20., Foulelfmeter). „Wir verpassen es, das 2:0 und das 3:0 nachzulegen“, haderte Wirtz mit der Chancenverwertung. Einen Klärungsversuch von Keeper Sven Krimp fing Sam Wilberz ab, der in der Folge zum 1:1 traf (45.+1).

 

 

Im zweiten Durchgang ging Mariadorf wieder in Führung. Abdullah-Selim Basogul traf zum 2:1 für die Gäste (55.), doch David Gabrysch glich zügig aus (60.). Das 3:2 von Elmehdi Majbour (65.) hielt etwas länger, doch auch diesen Treffer egalisierte Brauweiler – diesmal in Person von Nafie Hamdani (80.). Als Denis Pozder den vierten Mariadorfer Treffer markierte (85.), wähnte sich die Land-Alemannia schon als Sieger. Amar Sabuktekin gelang aber noch das 4:4 (87.)

 

Ein fünftes Tor wäre für die Gäste noch im Rahmen des Möglichen gewesen, doch der Innenpfosten hatte etwas dagegen (90.+3). Von diesem sprang das Spielgerät zurück ins Feld. Kurz zuvor hatte der Mariadorfer Orcun Behil Gelb-Rot (90.+2) gesehen. „Es läuft momentan vieles gegen uns, aber irgendwann muss man auch sagen: Wir stehen nicht zu Unrecht da unten drin. Wofür der Punkt am Ende gut ist, müssen wir sehen“, sagte Wirtz.

 

Das Spiel in voller Länge:

Mariadorfs „Riesenkampf“ wird nicht belohnt

Fußball-Landesliga: Mit der letzten Aktion des Spiels kassiert die Alemannia das 1:2 gegen Spitzenreiter Königsdorf.

von Benjamin Jansen (Aachener Zeitung)

Es liefen die letzten Sekunden des Spiels, als Alemannia Mariadorf um den verdienten Lohn gebracht wurde. In der vierten Minute der Nachspielzeit – angezeigt waren nur drei – erzielte Jonas Hoge den Treffer zum 2:1 für den TuS Königsdorf, der den glücklichen Sieg des Spitzenreiters der Fußball-Landesliga besiegelte. „Ich bin brutal enttäuscht“, rang Alemannia-Trainer Sebastian Wirtz nach dem Last-Minute-K.o. hörbar um Worte. „Wir haben dem Tabellenführer einen Riesenkampf geliefert, sind aber leider am Ende nicht dafür belohnt worden.“

 

Seine Mannschaft hatte einen perfekten Start erwischt. Mit einem Schuss aus 18 Metern brachte Yannik Voussen (6.) die Gastgeber in Führung. Die spielstarken Gäste, die in dieser Saison noch kein Spiel verloren und erst drei Remis zugelassen haben, brauchten ein wenig, um sich zu schütteln. Ein individueller Fehler half den Königsdorfern aber, um wieder in die Spur zu finden; Top-Torjäger Florian Welter erzielte den Ausgleich (19.). Wer dachte, dass die Mariadorfer einbrechen würden, sah sich getäuscht. Denn die Hausherren verteidigten mit viel Leidenschaft und setzten immer wieder Nadelstiche.

 

Nach der Pause wurde der Druck der Gäste größer, mehr als zwei Halbchancen von Paul Reichelt (53.) und Welter (58.) ließen die Mariadorfer aber nicht zu. Die Überraschung lag endgültig in der Luft, als Alemannia-Keeper Nisar Goraya gleich zweimal im Eins-gegen-Eins-Duell mit dem eingewechselten Tobias Jendrossek der Sieger blieb (72., 78.).

 

In der Nachspielzeit überschlugen sich dann die Ereignisse: Denis Hermanns verpasste es, aus einer möglichen Überraschung eine mögliche Sensation zu machen; sein Schuss ging knapp am TuS-Gehäuse vorbei (90.+2). Sekunden später jubelten die Königsdorfer, weil der Ball im Tor lag; Reichelt wurde wegen Abseits aber zurückgepfiffen. Und dann sorgte die letzte Aktion des Spiels dafür, dass die Mariadorfer auch das dritte Spiel in sieben Tagen knapp verloren.

 

Das größte Kompliment für die Leistung des Tabellenvorletzten kam am Ende ausgerechnet vom Gästetrainer. „Das war von der Organisation her in der Rückrunde die beste Mannschaft, auf die wir bisher getroffen sind“, sagte Albert Deuker.

Die Highlights des Spiels

Michael Krings ab Sommer kein Trainer mehr in Mariadorf - Nachfolger steht fest
In der kommenden Saison wird Michael Krings nicht mehr als Trainer für die Zweite Mannschaft des SV Alemannia Mariadorf verantwortlich sein. Er teilte dem Verein vor kurzem mit, dass er sein Amt als Trainer aus privaten Gründen niederlegen möchte.
Michael Krings hatte die Mannschaft in der Corona-Saison 2020/2021 übernommen und sie seitdem kontinuierlich weiter entwickelt. Man konnte die gesamte Saison in der oberen Tabellenregion spielen und konnte bis dato eine gute Saison bestreiten. Der SV Alemannia Mariadorf möchte sich ganz herzlich bei Michael Krings für seine Arbeit als Trainer der Zweiten Mannschaft bedanken und wünschen ihm für seine Zukunft alles erdenklich Gute.
Nach einigen konstruktiven Gesprächen, konnte man schnell einen Nachfolger finden. Unser Spieler Denis Hermanns wird das Amt als Trainer der Zweiten übernehmen. Hierfür wünschen wir ihm jetzt schon viel Erfolg. Denis ist Landalemanne durch und durch und kennt den Verein seit vielen Jahren. Er ist Führungsspieler der zweiten Mannschaft und auch Kapitän, so dass die Entscheidung nahe lag. Denis war sofort bereit das Amt als Trainer zu übernehmen und auch die Mannschaft hat diese Entscheidung positiv aufgefasst.
Die Planungen für die neue Saison laufen bereits. Mit Kristof Hillemacher (Eintracht Warden) konnte man auch vor einigen Wochen gleich den ersten Neuzugang für die neue Saison verkünden.

Dichtes Programm für die Land-Alemannia

Mariadorf reist am Donnerstag zum Nachholspiel in der Fußball-Landesliga zu den Sportfreunden Düren.

Das Programm, das Alemannia Mariadorf zu bestreiten hat, ist eher das eines Europa-League-Teilnehmers, nicht das eines Fußball-Landesligisten. „Montag, Donnerstag, Sonntag“, zählt Mariadorfs Trainer Sebastian Wirtz auf. „Das ist ein ganz schön enger Spielplan für Amateure.“ Nach der 1:2-Niederlage bei Arminia Eilendorf am Ostermontag geht es für die Mariadorfer im Nachholspiel am Donnerstag bei den Sportfreunden Düren gegen einen weiteren Gegner aus der oberen Tabellenhälfte.

 

Doch das zurückliegende Spiel der Sportfreunde gegen den Tabellenneunten Grün-Weiß Brauweiler stimmt Wirtz zuversichtlich. „Eine Mannschaft, die bis zur 85. Minute mit 3:1 führt und dann noch mit 3:4 verliert, steht auch mit dem Rücken zur Wand“, meint Wirtz, der immer noch auf einen Großteil seiner Stammformation verzichten muss. „Von sechs fehlenden Stammspielern ist zumindest einer zurückgekehrt“, meint der Trainer der Land-Alemannen. Wirtz, dessen Mannschaft vor dem abgeschlagenen SC Brühl auf dem vorletzten Platz steht, will schnell punkten, auch wenn er glaubt, dass lediglich eine Mannschaft aus der Landesliga-Staffel 2 in die Bezirksliga muss, da sich die Lage im Tabellenkeller der Staffel 1 dramatischer darstelle.

 

„Akute Abstiegssorgen plagen uns nicht, aber wir müssen unser Spiel wieder auf den Platz kriegen.“ Eine Herausforderung, vor allem bei einem Spiel mitten in der Woche. „Nachholspiele sind generell nicht berauschend“, zeigt der Mariadorfer Coach nicht die größte Begeisterung,

„wir bauen darauf, wieder eine schlagkräftige Mannschaft zusammenzukriegen.“

Arminia siegt in einem engen Match

Eilendorf gewinnt Derby in der Fußball-Landesliga gegen Alemannia Mariadorf 2:1.

Und wie im Hinspiel darf der Gastgeber jubeln: Hatte in Mariadorf die heimische Alemannia noch mit 2:0 gesiegt, so gewann am frühen Ostermontag-Abend Gastgeber Arminia Eilendorf das Rückspiel-Derby mit 2:1 (1:0).

 

„Wir hatten gleich zu Beginn durch Jan Herrmann die erste Chance, doch der schoss zu unkontrolliert über den Torwart. Und Lukas Roosen scheiterte zweimal per Kopf knapp“, sah Eilendorfs Coach Frank Küntzeler, dass sich seine Mannschaft ansonsten auf dem kleinen Kunstrasenplatz schwer tat, gegen kompakt stehende Gäste Räume zu finden. In der Nachspielzeit fiel der Treffer für Eilendorf: Manuel Kanou führte einen Freistoß schnell aus in den Lauf von Nathan Ndombele (45.+1), der halbhoch abschloss.

 

„Der Gegner hatte in der ersten Hälfte keine Chance. Doch dann gab es viele Standards gegen uns.“ Einen Freistoß verwandelte Elmehdi Majbour (59.) direkt zum 1:1. In der letzten Viertelstunde war Eilendorf nur noch zu Zehnt: Abdelkarim Ait-Kassi (76.) sah Gelb-Rot. Dann flankte Ndombele auf Nick Krückels, der aber zu Fall gebracht wurde – und der mitgelaufene Patrick Wirtz (81.) vollendete zum 2:1.

 

„In der Schlussphase hatten wir noch drei gute Chancen durch Lucas Heitzer, Can Cetin und Yannik Voussen, machen die aber leider nicht rein“, bedauerte Mariadorfs Coach Sebastian Wirtz, der seiner Mannschaft bescheinigte, wieder ein anderes Gesicht als zuletzt beim 3:4 gegen den 1. FC Düren II gezeigt zu haben. „Ich denke, unter dem Strich wäre ein Punkt verdient gewesen“, war Wirtz trotz der Niederlage nicht unzufrieden mit dem Auftritt. Auch Küntzlerer hatte ein enges Match auf beiden Seiten gesehen. „Aber aufgrund der Möglichkeiten ist unser Sieg nicht unverdient.“

Sportfreunde Hehlrath II - Alemannia Mariadorf 2te 4:3 (3:1)

Landalemannia verteilt zu viele Geschenke und bringt sich auch noch unnötig in Unterzahl

Beim heutigen sehr wichtigen Spiel in Hehlrath zeigte die 2te zwei Gesichter, in den ersten 30 Minuten wenig Ansprechendes, sieht man mal vom zwischenzeitlichen 1:1- Ausgleich durch Max Schlicht ab. Jedoch lag man nach einer guten halben Stunde 1:3 hinten.

 

Die "Hehlrather Lebensversicherung" Markus Forst hatte zweimal überlegt eingenetzt und hat nunmehr 23 Saisontreffer auf dem Konto. Zu allem Überfluss schied Max Schlicht dann auch noch verletzungsbedingt auf Mariadorfer Seite aus. Jedoch ab Minute 30 spielte fortan nur noch ein Team und das war die 2te aus Mariadorf.

 

Bis zur Halbzeit blieb es dennoch beim 2-Tore Rückstand. Nach dem Seitenwechsel Mariadorf weiter am Drücker, jedoch brachte man sich selber total unnötig in Unterzahl, als Eikermann mit gelb-rot aufgrund zweier Foulspiele vom Platz musste.

 

Denis Hermanns verkürzte auf 2:3 als er aus dem Getümmel heraus mit links in die linke untere Ecke traf. Einige gute Einschussmöglichkeiten (Pagen per Kopf, Ramos-Lopez wurde wegen vermeintlicher Abseitsposition zurückgepfiffen) brachten nichts Zählbares. Als Mariadorf aufmachte fiel in der Schlussminute das 4:2 für Hehlrath, jedoch gab Mariadorf noch nicht auf und verkürzte in der Nachspielzeit per direkt verwandeltem Freistoß durch Hermanns noch auf 3:4.

Am Ende steht man mit leeren Händen da, wobei ein Unentschieden das gerechtere Ergebnis gewesen wäre am heutigen Tag.

 

Aufstellung: T. Lenz, Eikermann, Pagen, Bergs, Bayindir, Zurek (62. Heitzer), Beker (75. M. Schmitz), Johnen (70. Shabani), Ramos-Lopez (83. Körlings) Hermanns, Schlicht (31. Robert)

 

Reserve: Maik Lenz und Saliu Diallo

Dürens Zweite ringt Mariadorf nieder

FCD II siegt in torreichem Spiel bei der Land-Alemannia 4:3. Tätlichkeit überschattet Schlussphase.

Bericht aus der Aachener Zeitung:

 

Den Zuschauern im Mariadorfer Südpark wurde am Sonntag jede Menge geboten: 3:4 (2:3) hieß es am Ende aus Sicht der heimischen Land-Alemannia im direkten Duell gegen den Mit-Abstiegskandidaten 1. FC Düren II. Und es ging von Anfang an heiß her: Nachdem die ersten Minuten den Gästen gehörten, kombinierten sich die Hausherren gut in Richtung des Tors. Im ersten Versuch scheiterte der freigespielte Deniz Pozder noch an FCD-Schlussmann Yannick Marko, über Umwege landete der Ball jedoch wieder beim Ex-Profi, der mit einem Schlenzer in den linken Winkel das 1:0 besorgte (6.).

 

Quasi im direkten Gegenzug war es Gavin Kamp, der im Vollsprint die gesamte Abwehr stehen ließ und an Mariadorfs Keeper Nisar Goraya vorbei zum Ausgleich einnetzte (8.). Zeit zum Durchatmen gab es aber kaum, denn nur wenige Minuten später war es ein langer Einwurf, den Andre Hochmuth zum am linken Pfosten wartenden Pozder verlängerte. Per Kopf ließ dieser Marko keine Chance (14.).

 

Die Dürener liefen weiter an, doch das Aluminium verhinderte bei einem Kopfball aus dem Getümmel nach einem Freistoß den erneuten Ausgleich (19.). Doch der sollte nicht lange auf sich warten lassen: In der 29. Minute konnten die Hausherren eine Hereingabe nicht entscheidend klären, Semih Öpöz wurde zum Nutznießer und traf aus wenigen Metern zum 2:2. Danach wurde das Spiel etwas ruhiger, doch unmittelbar vor dem Abpfiff der ersten Hälfte spielten die Dürener Hajdar Shala gut frei – der zuvor knapp neun Monate verletzte Spieler bedankte sich mit einem Schuss, der über den linken Innenpfosten im Tor landete (45.+1). Die Freude zur Halbzeit hielt aber nicht lange an: In der 47. Minute standen die Gäste zu unsortiert, Yannik Voussen konnte unbehelligt auf Marko zulaufen und das 3:3 erzielen. In der Folge erhöhten die Gäste die Schlagzahl, zum Knackpunkt wurde jedoch eine Gelb-Rote Karte gegen Mariadorfs Ufuk Özer für wiederholtes Foulspiel (67.).

 

Platzverweis kurz vor Schluss

 

Die Dürener nutzten den Platz, eine Hereingabe von Kamp landete beim freistehenden Emirhan Duvahan, der sein Team erneut in Führung schoss (76.). Die Alemannia konnte sich davon nicht mehr erholen und schwächte sich schlussendlich noch selbst: Im Getümmel vor einem Standard ging Stefan Vujicic Tim Greven an, der Schiedsrichter zeigte sofort glatt Rot (89.).

 

„Das war unsere schlechteste Saisonleistung in allen Belangen”, war Alemannia-Trainer Sebastian Wirtz nach Abpfiff restlos bedient. „Dazu kommen dann noch diese dummen Platzverweise.”

Sein Gegenüber Bernd Virnich musste nach dem turbulenten Spiel ebenfalls durchatmen. „Wir spielen guten Fußball, aber verbunden mit viel Risiko. Am Ende wäre mir ein 2:0 lieber gewesen, aber natürlich sind diese drei Punkte für uns wichtig”, fasste es Virnich zusammen, der sich besonders für den mit einem Tor zurückgekehrten Langzeitverletzten Shala freute.

Zweite Mannschaft erkämpft sich einen verdienten 3:2-Sieg gegen Sportfreunde Dorff

Bei besten Bedingungen mühte sich die Zweite in fast der gesamten Spielzeit gegen einen tiefstehenden Gegner aus Dorff. Insgesamt fehlte die Lauffreude im Spiel der Landalemannia und so kam es, dass man bereits in der 12. Spielminute (als man insgesamt zu offen war) mit 0:1 in Rückstand geriet. Besser wurde die Partie zunächst nicht, der Ausgleich fiel dann nach einer Flanke von rechts von Denis Hermanns, diese gelang über Umwege auf den zweiten Pfosten, wo Topscorer Max Schlicht zum 1:1 Ausgleich traf. Kurz vor dem Seitenwechsel dann jedoch (wiederum aus dem Nichts) die erneute Führung für die Gäste aus Dorff.

 

Nach dem Seitenwechsel zeigte Mariadorf sich von ihrer kämpferischen Seite, viele Offensivbemühungen kamen zustande, die jedoch teilweise nicht zwingend genug waren. Als erneut Hermanns aus dem Halbfeld flankte, war es der nach längerer Verletzungspause erstmal wieder eingewechselte Pascal Heitzer, der zum 2:2 ausgleichen konnte. Die 2te wollte natürlich den Sieg und bereits wenige Minuten später war es Mert Bayindir, der sich entschlossen Richtung Strafraum aufmachte und überlegt ins rechte untere Eck zur 3:2-Führung traf. Abschließend muss man sagen, dass wir uns den Sieg heute vor allem aufgrund der kämpferischen Leistung in Halbzeit zwei verdient haben, resümierte Trainer Michael Krings.

 

Drei weitere Punkte eingefahren und sich erstmal auf Platz 3 der Tabelle vorgeschoben, diesen Platz gilt es am nächsten Wochenende, gespielt wird am Ostermontag um 11:00 Uhr bei der Zweitvertretung der Sportfreunde aus Hehlrath, zu behaupten.

 

Aufstellung: T. Lenz, Eikermann (60. Heitzer), Pagen, Bergs (69. Körlings), Bayindir, Ramos-Lopez, Johnen, Zurek (65. M. Lenz), Hermanns, Shabani (46. Beker), Schlicht

 

Torschützen:

0:1 S. Braun (12.), M. Schlicht 1:1 (26.), 1:2 Y. Rother (37.), 2:2 P. Heitzer (65.),

3:2 M. Bayindir (68.)

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