Juli 2017

„Amateurfußball ist krank und kämpft ums Überleben“

Bericht aus der Aachener Zeitung von Sigi Malinowski - Alsdorf, den 20.07.2017

Nein, eine Anklage soll es nicht sein. Und auch kein Rundumschlag. Vielmehr sieht Josef Weitz sein Anliegen als Bestandsaufnahme, als Weckruf und als Aufforderung zur Solidarität. Weitz, Chef des Fußballvereins Alemannia Mariadorf, macht sich große Sorgen. Diese verpackt er in die Überschrift: „Der Amateurfußball ist krank und kämpft an vielen Fronten ums Überleben.“ Oder anders formuliert: Der (Amateur)Fußball und das liebe Geld.

 

Josef Weitz, 64 Jahre alt und profunder Kenner der Szene, befürchtet, „viele Amateurklubs stehen vor dem Aus und können sich allenfalls durch Fusionen mit anderen Klubs noch retten“. Josef Weitz bemerkt auch, „die Probleme sind ja nicht nur mir bekannt, so geht’s ja vielen anderen Funktionären auch“. Zahlreiche Vereine müssen aufgrund von wirtschaftlichen Schieflagen in die Insolvenz gehen, zählt der Mariadorfer Vorsitzende unter anderem die jüngsten Beispiele VfL Leverkusen oder Worringen auf. Landesligisten, die von der Bildfläche des Mittelrheinfußballs verschwinden werden.

Einen Grund zieht Weitz vorweg heran. „An der Basis rumort es, seit im November 2016 ein neuer Grundlagenvertrag zwischen dem DFB und der Deutschen Fußball-Liga (DFL) geschlossen wurde. Vereine beklagen die mangelnde Unterstützung durch den DFB, der mit der DFL TV-Rechte ausgehandelt hat und dadurch die Amateurvereine „ganz schlecht aussehen.“ 36 Profivereine erhalten von einem Budget von 1,5 Milliarden Euro allein 1,4 Milliarden Euro. Dagegen wird nur ein kleiner Teil von 50 Millionen Euro den Verbänden – also den Amateurvereinen – zur Verfügung gestellt.

 

Josef Weitz sagt es so: „Wir fühlen uns im Stich gelassen und vom DFB nicht ausreichend vertreten. Das werden wir auch nicht mehr hinnehmen.“ Das Bild, das der Vorsitzende der Landalemannen zeichnet, ist düster. Ehrenamtler fehlen immer mehr, die Einnahmen der Amateurklubs gehen deutlich zurück, weil die Spielansetzungen der Profiklubs immer weiter ausgedehnt werden. „Ab nächster Saison wollen DFB und DFL sonntags ab 13.30 Uhr Bundesligaspiele ansetzen“, befürchtet Weitz einen weiteren Zuschauerrückgang bei den Amateuren.

 

Noch etwas liegt ihm auf dem Magen. Sponsoren wenden sich ab und den Profivereinen zu. Beispielsweise investiert man jüngst lieber in den Ankauf teurer Logen in den Stadien. Die Zahl der Jugendmannschaften reduzierte sich in den vergangenen zehn Jahren von 840 Teams auf nur noch 655 Mannschaften im Fußballkreis Aachen. Ganz besonders schmerzt Weitz, dass „in allen Vereinen in zunehmendem Maße die Spieler fehlende Vereinstreue an den Tag legen“. Das trifft auch die Landalemannia immer mehr. Weitz verweist nebenbei darauf, dass sich sein Klub – obwohl der Abstieg von der Landes- in die Bezirksliga früh deutlich wurde – „sportlich fair aus der Saison verabschiedet und nicht zurückgezogen hat“.

 

Mariadorf gilt seit vielen Jahren als Talentschmiede. Nicht nur auf der Ebene Erste Bundesliga. Hans-Peter Lehnhoff, Rachid Azzouzi oder der gerade mit 17 Jahren ins Erstligateam von Bayer Leverkusen beförderte Kai Havertz sind Beispiele. Im Amateurbereich hätten die Alemannen mit ehemaligen Spielern wie Alex Back, Ada Szkaradek, Michael Meven, Adrian Stasczak oder auch Peter Sczyrba ein Oberligateam stellen können.

 

Den sichtbaren Niedergang des Amateurfußballs verbindet Weitz auch mit immer „dreister“ werdenden Forderungen, die viele Spieler in die Verhandlungen einbringen. „Diese gehen doch meist über das Limit der Aufwandsentschädigungen hinaus.“ Dem Lockruf des Geldes folgend verlassen die Spieler ihren Klub. Alemannia Mariadorf hat sich, so Jupp Weitz, „immer im Rahmen unserer Möglichkeiten und des Erlaubten bewegt“.

 

Ein Leitsatz von Weitz und seinen Funktionärskollegen: „Ein Sportverein ist verpflichtet Lohnsteuer und Sozialabgaben anzumelden und abzuführen, wenn die für Trainings- und Spieleinsatz gezahlten Vergütungen nach dem Gesamtbild der Verhältnisse als Arbeitslohn zu bezeichnen sind“. Leider gehen mit diesen Grundsätzen nicht alle Vereine „sauber“ um.

 

Eine zentrale Forderung von Josef Weitz: „Wir brauchen mehr Rechtssicherheit.“ Denn seit langem könnten sich die Vereine auch mit dem Status Vertragsamateur nicht mehr zufrieden geben. Zudem braucht es eine Regelung und einen ehrlichen Umgang zwischen den Vereinsvorständen. Viele Vereine (wie Alemannia Mariadorf) leisten enorme Jugendarbeit und werden durch das Wegholen der Talente, „um unseren selbst erarbeiteten sportlichen Erfolg gebracht“. Weitz: „Ich prangere nicht den Geldfluss an. Sondern ich möchte vielmehr, dass man dieser fatalen Entwicklung nicht einfach nur zusieht und wir dieser negativen Entwicklung entgegentreten.“ Durch mehr Solidarität unter den Vorständen der Klubs. Das wäre ein Anfang.

Zusatz unseres Vorsitzenden Josef Weitz zum Zeitungsartikel "Amateurfussball ist krank und kämpft ums Überleben" aus der Aachener Zeitung vom 20.07.2017:
Wenn man schon durch den Fußballkreis einen Ehrenkodex in der Sache Spielerabwerbung fordert, so stelle ich diesem mit Ausdruck ein einstimmiges Votum aller Vereinsvorstände voran, keine Gelder mehr an unsere „Nichtbezahlten Amateursportler“, zu zahlen. Viele Vereine bewegen sich am Rande der Legalität mit offensichtlichen, überhöhten Geldzahlungen an Spieler.
Jede Zahlung, auch von Dritten, die den Aufwand des Spielers übersteigt, ist versicherungspflichtig, da hierdurch ein Arbeitsverhältnis mit dem Verein entsteht. Dieser Aufwand ist in jeder Hinsicht durch den Verein zu dokumentieren. Nicht von ungefähr werden Vereine die ihrer Pflicht nachkommen regelmäßig alle 4 Jahre durch die Sozialversicherung geprüft.
Eine Anmeldung ist auch für Trainer, Hausmeister und Angestellte des Vereins zwingend vorgeschrieben! (Ausnahme bei Trainern die sich im Rahmen der Übungsleiterpauschale bewegen, sprich monatlich 200 € erhalten).                     Wie sieht denn die Wirklichkeit aus ?
 
Selbst beim Vertragsamateur (VA) wird vielfach der Status verletzt.
Lukrativ ist dies bei ordnungsgemäßer Anmeldung in keiner Weise für einen Verein, wenn die tatsächlich gezahlten Gelder entsprechend angemeldet werden (Steuern, Sozialversicherung, Berufsgenossenschaft (BG), wo der Beitrag in den letzten Jahren im Vergleich zum nichtbezahlten Sportler stark angestiegen ist (im Vergleich: Beitragsfaktor 2,71, bei nichtbezahlten Sportlern;    bei VA derzeit 56,24 und weiter ansteigend ist).
Im Übrigen hebt bereits ein VA im Verein den lukrativen Zweckbetrieb im Verein auf, sprich Einnahmen sind anstelle mit 7 % mit 19 % zu versteuern.
Die Vorlage der Bescheinigung an die Sozialversicherung ist schon lange nicht mehr zeitgemäß.
Wenn ich mir die Forderungen zahlreicher für uns interessanter Spieler und Trainer in den letzten Jahren angehört habe, so ist es nicht abwegig wenn ich die Forderung erhebe, dass ein bezahlter Sportler eine 2. Lohnsteuerkarte haben muss, um sein ggf. 2. Gehalt ordnungsgemäß zu versteuern. Die sollte vom Verband als Prüfunterlage gefordert werden.
 
Geldzahlungen im Amateurfußball hat es immer gegeben, aber die Tatsache, dass Vereine den hieraus resultierenden Verpflichtungen in vielen Fällen nicht nachkommen ist nicht mehr hinnehmbar.
 
Ich will und kann die Erfolgsaussichten meines Ansinnens nicht beurteilen.
Einfach den Deckel schließen und dies so hinnehmen, möchte ich nicht, sondern möchte etwas in die andere Richtung bewegen, auch wenn mein Optimismus in dieser Hinsicht sehr klein ist. Versuchen möchte ich es trotzdem.
 
Im Übrigen entscheidet der einzelne Fan und die Vereinsmitglieder wie es weitergeht.
Ich wünsche und hoffe, dass die Leute zurück zu ihren Wurzeln finden, um ihren eigenen Jugendnachwuchs auf dem Platz zu sehen, die mit viel Leidenschaft und Engagement ihren Verein vertreten. Ich sehe dies als eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die nur gemeinsam im Sinne unserer Amateurvereine gelöst werden kann.

Kaderplanung der Ersten Mannschaft abgeschlossen!

Unser neuer sportlicher Leiter Leo Schneider hatte in den letzten Wochen und Monaten einiges zu tun, denn es galt eine konkurrenzfähige Mannschaft auf die Beine zu stellen.


Das sich nach der misslungenen letzten Saison und dem damit verbundenen Abstieg aus der Landesliga einiges tun musste bei unserer Ersten, war im Verein jedem klar. Nach insgesamt 12 Abgängen, hatte Leo Schneider also die Aufgabe neue Spieler an den Verein zu binden, was in der heutigen Zeit leider nicht einfach ist. Unser sportlicher Leiter konnte trotzdem einige Spieler davon überzeugen zur Landalemannia zu wechseln, was uns natürlich sehr freut. Insgesamt stehen den 12 Abgängen, 13 Neuzugänge gegenüber, die Trainer Markus Hambach nun in eine komfortable Lage bringen und aus den Vollen schöpfen lässt.Neben einigen jungen Leuten, konnten wir auch einige erfahrene Spieler dazu gewinnen. 
Die Planungen für die Bezirksliga Saison sind damit abgeschlossen. Die Vorbereitung beginnt am Sonntag, den 16.7.2017 im Mariadorfer Südpark! Wir freuen uns bereits auf die neue Saison und sind gespannt wo es für unsere Mannschaft in der starken Liga hingeht! 

An dieser Stelle nochmal ein herzliches Dankeschön an Leo Schneider und das Trainerteam für die geleistete Arbeit in den letzten Wochen und Monaten.

Neuzugänge der Ersten Mannschaft:

Yannick Voussen (Walheim A)

Danijel Vukosavljevic (Eilendorf A)

Denis Hermanns (Kellersberg)

Kai Cesnik (Wenau A)

Yasin Cebeci (Kellersberg)

Daniel Brasnic (Baesweiler)

Tomislav Lucic (Boscheln)

Christopher Olujimi (Kellersberg)

Anouar Haji (Dremmen)

Florent Sadiku (Freialdenhoven)

Hakan Ersoy (Emir Sultan Spor)

Lars Feuser (SC Kellersberg)

Sebastian Schemmert (Rhenania Würselen)

Stefan Vujicic (eigene A-Junioren)

Emre Karataq (eigene A-Junioren)

Beytullah Yildizhan (eigene A-Junioren)

Abgänge der Ersten Mannschaft:

Pascal Willems (Breinig)

Tobias Achterberg (Arminia Eilendorf)

Tobias Voss (Berger Preuß)

Aleksandar Lovric (Freialdenhoven)

Pierre Kikunga-Moupondo (Rurdorf)

Mert Büyükkelek (SV Rott)

Marco Vidakovic (Weiden)

Serdar Özer (Berger Preuß)

Timo Kandetzki (Haaren)

Dario Mannsfeldt (Berger Preuß)

Fabian Benzelrath (Setterich)

Jun Seung Chang (Pausiert)

Dirk Morfeld neuer Trainer der 2. Mannschaft!

Nach erfolgreicher 2 1/2 jähriger Arbeit beenden der Verein und die Trainer der 2. Mannschaft Leo Schneider und Önder Aydinli ihre Zusammenarbeit in beiderseitigem Einverständnis!!!

Der Verein möchte Beiden für die sehr erfolgreiche Zusammenarbeit danken und der Vorstand hofft natürlich das Beide dem Verein in anderer Funktion erhalten bleiben.

Das Traineramt wird ab der neuen Saison unser bisheriger A-Jugendtrainer Dirk Morfeld übernehmen, der sich dafür entschieden hat, nach längerer Arbeit in der Jugendabteilung, eine Seniorenmannschaft zu übernehmen.

Wir wünschen Dirk viel Erfolg und alles Gute bei seiner neuen Aufgabe und freuen uns auf die gute Zusammenarbeit.

Neuzugänge der Zweiten Mannschaft:

 

Marvin Küppers (Eintracht Warden)
Pascal Heitzer (Eintracht Warden)
Pascal Johnen (Broicher Siedlung)
Burak Alij (Reaktiviert)
Can Suleyman Yigit (Reaktiviert)
Daniel Ramos-Lopez (Reaktiviert)
Emre Erol (Reaktiviert)
Noel Nyarko (Reaktiviert)
Jannik Morfeld (Reaktiviert)
Beytullah Yildizhan (eigene A Jugend)
Emre Karatag (eigene A Jugend)
Fazil Aygören (eigene A Jugend)
Hamed Fofana (eigene A Jugend)
Jason Antkowiak (eigene A Jugend)
Muharrem Aydinlik (eigene A Jugend)
Robert Petrovic eigene (eigene A Jugend)
Stefan Vujicic (eigene A Jugend)
Jan Alexander Ikejiaku (eigene A Jugend)

Abgänge der 2. Mannschaft:

 

Jan Wulf (Linden Neusen)

Ismail Ait-Lahssaine (Teutonia Weiden)

Januar 2017

Bericht aus der Aachener Zeitung:

Trainer Markus Hambach im Interview

"Peilen Klassenerhalt in der Landesliga nicht mehr an"

Trainer Markus Hambach zu seinen Erwartungen bei Alemannia Mariadorf. Mannschaft für die Bezirksliga zu formen im Vordergrund
Der klassische „Feuerwehrmann“ ist Markus Hambach sicher nicht, wenn er in der dritten Januar-Woche das Training mit seiner neuen Mannschaft aufnimmt. Schließlich geht Alemannia Mariadorf mit null Punkten und 61 Gegentoren in die zweite Saisonhälfte der Fußball-Landesliga. Vor dem Start der Rückrunde sprach Roman Sobierajski mit dem 43-Jährigen.

Darf man zum neuen Amt gratulieren, oder sind Sie angesichts der Aufgabe, die Sie erwartet, eher zu bedauern?

Hambach: Ich freue mich auf die Aufgabe, man kann also gratulieren. Wir peilen zwar den Klassenerhalt in der Landesliga nicht mehr an, so realistisch muss man sein, aber wir wollen jetzt eine möglichst gute Basis für die kommende Bezirksliga-Saison legen.

 

Aber man kann doch auch nicht eine komplette Rückrunde ohne ein Erfolgsziel spielen, oder?

Hambach: Natürlich wollen wir punkten und auch Spiele gewinnen. Aber jetzt zu sagen, wir wollen mindestens zehn Punkte holen, wäre auch ein komisches Saisonziel, deshalb lassen wir das auch. Wir müssen den Spagat schaffen, in der noch laufenden Saison Erfolge einzufahren und gleichzeitig eine gute Mannschaft mit jüngeren Spielern für die kommende Saison zu formen.

 

Wird es denn einen großen personellen Umbruch bei Alemannia Mariadorf geben?

Hambach: Davon gehe ich nicht aus. Mouhcine Mimi und Fitim Kaciku haben uns in der Winterpause verlassen, dafür ist Francesco Alberga vom JSV Baesweiler zu uns gestoßen. Drei, vier Spieler sind mir namentlich bekannt, aber ich kann heute noch nicht definitiv sagen, wer geht, wer bleibt, mit wem wir planen. Aber ich gehe nicht von einem großen Umbruch nach dem Ende der Saison aus.

 

Das war auch vor der aktuellen Saison nicht so, dort konnte Mariadorf noch mithalten, in dieser Saison spielt die Mannschaft, nun ja, in einer eigenen Liga. Wie kann man sich das als Außenstehender erklären?

Hambach: Ich habe mir die Resultate aus der Hinrunde natürlich genau angeschaut. Unter den Niederlagen waren einige sehr knappe Spiele . . .

 

Aber auch einige Klatschen...

Hambach: ...und einige Klatschen, richtig. Aber auch Begegnungen, in denen Mariadorf bis kurz vor dem Schlusspfiff hoch geführt hat. . .

 

Und dann doch noch verloren hat. Das war auch der Anlass für den damaligen Trainer Manuel Ortiz-Gonzalez, sein Amt zur Verfügung zu stellen.

Hambach: Richtig, das Spiel gegen Glesch-Paffendorf. Aber irgendwann wird so etwas auch zum Selbstläufer. Man verliert Spiele, die man eigentlich nicht verlieren darf, man kommt in eine Spirale hinein, die schwer zu durchbrechen ist.

 

Wo wir gerade über dieses Thema reden: Kommt Ihnen das nicht bekannt vor? Westwacht Aachen ist nach dem Landesliga-Abstieg auch durchgereicht worden und musste seine Senioren-Mannschaften schließlich vom Spielbetrieb abmelden.

Hambach: Wir erwarten in Mariadorf nicht, dass so etwas passiert und haben natürlich auch andere Ziele. Bei der Westwacht ist allerdings auch zwischendurch fast die komplette Mannschaft ausgetauscht worden.

 

Wie werden Sie als neuer Trainer vorgehen, wenn Sie vor der Mannschaft stehen?

Hambach: Wichtig ist zunächst, die Spieler kennenzulernen und daran zu arbeiten, dass sie meinen Stil verkörpern. Dann stellen sich die Punkte irgendwann von allein ein. Jetzt nehmen wir am Ende der Woche erst einmal am Sparkassen-Hallencup teil. Haben wir Erfolg, kann das schon Kräfte freisetzen.

Bericht aus der Aachener Zeitung von der Alsdorfer Hallenstadtmeisterschaft 2017

Ein Fußballfan sorgt für Spielabbruch
Spieler bei der Hallen-Stadtmeisterschaft in Alsdorf angegriffen. Binnen kurzer Zeit mehr als 50 Menschen involviert
Das Endspiel der Alsdorfer Hallen-Stadtmeisterschaft zwischen Glück-Auf Ofden und Alemannia Mariadorf an diesem Wochenende musste kurz vor dem Ende abgebrochen werden. Wie Augenzeugen berichten, waren mehr als 50 Menschen in ein Handgemenge involviert.
Schon das Halbfinalspiel war spannungsgeladen und wurde mit großem, teils hartem Einsatz geführt. Die Schiedsrichter hatten aber, trotz mehrerer schwieriger Situationen, alles im Griff. Im Halbfinale besiegte der SV Alemannia Mariadorf, der mit einer großen Nachwuchsschar vertreten war, Eintracht Warden mit 8:2 und Glück-Auf Ofden bezwang den Gastgeber VfB Alsdorf knapp mit 4:3 Toren. Im Spiel um den dritten Platz besiegte VfB Alsdorf die Wardener Eintracht mit 8:3 Toren.

Das Endspiel zwischen den Landalemannen und den Ofdenern brachte eine weitere Steigerung von Einsatz und Härte ins Spiel – von den Zuschauern lautstark verfolgt –, aber auch hier blieb auf dem Platz noch alles im Rahmen. Beide Mannschaften schenkten sich nichts, so dass sich die Torfolge letztlich zugunsten des Gegners verschob.

 

Es ging mehr als spannend zu, und das war deutlich an den Reaktionen des Publikums zu spüren. Zwei Minuten vor Schluss, beim Stand von 4:3 für Glück-Auf Ofden, musste das Spiel abgebrochen werden. Auslöser war ein Zuschauer. Vor dessen Augen hatte gerade ein harter Eingriff eines Mariadorfer Spielers zu einem Freistoß für Ofden geführt. Als die Spieler sich an der Bande wieder aufrichteten, griff der Zuschauer dem Spieler mit beiden Händen ins Gesicht. Dies führte in Sekundenschelle zu einer großen Rudelbildung, die sich bis auf das Spielfeld ausdehnte.

Einigen beherzten Männern gelang es nach langem Hin und Her, die Streithähne auseinander zu halten, so dass es nicht zu Faustkämpfen kam. Die Mannschaften hielten sich auch zurück und griffen sich nicht gegenseitig an. Dem ersten Eindruck nach wurde niemand verletzt, es wurden weder Krankenwagen noch Polizei verständigt. Letzterer lagen gestern auch keine Kenntnisse über den Zwischenfall vor, wie die Pressestelle auf Nachfrage sagte.

 

Ob der Vorfall ein Nachspiel haben wird, ist noch offen. Heinrich-Josef Loritz von der Kreisspruchkammer sagte gestern am Telefon, dass er zwar mündlich davon Kenntnis erlangt habe, ob der Fall aber in seine Zuständigkeit falle, könne er noch nicht abschätzen. Dazu müsse erst der Bericht des Schiedsrichters vorliegen. Ausschlaggebend sei die Frage der Vereinsangehörigkeit des Angreifers. Gegen Zuschauer, die nicht Mitglied seien, habe er keine Handhabe. Da könne nur der Spieler eine Anzeige wegen Körperverletzung in Erwägung ziehen. Bei einem Mitglied sei dagegen ein Platzverbot denkbar. Er betonte, dass das alles noch vollkommen offen sei. Auseinandersetzungen dieser Art auf Kreisliga-Niveau sind aus Loritz‘ Sicht die Ausnahme. Häufiger kämen Konflikte auf dem Platz, vor allem zwischen Spielern und Schiedsrichtern, vor.

 

Der Vorsitzende der Landalemannen, Josef Weitz, hatte ebenfalls ins Geschehen zum Schutz seiner Spieler eingegriffen. Die noch sehr jungen Spieler hätten Angst gehabt und sich bedroht gefühlt, sagte er im Nachgang. Einvernehmlich mit Ofden und dem Gastgeber sah man jedenfalls keinen Sinn mehr darin, die restlichen zwei Minuten nachzuspielen. Da Glück-Auf Ofden zu dieser Zeit mit 4:3 Toren vorne lag, stimmte der SV Alemannia Mariadorf dem Vorschlag zu, Glück-Auf Ofden zum Turniersieger 2017 zu erklären. Eine faire sportliche Haltung.

 

Nach rund 20 Minuten hatte sich die Lage wieder beruhigt und viele Zuschauer hatten die Heimreise angetreten. Da nahm die Leiterin der Sparkasse Alsdorf, Sonja Alagic, die Siegerehrung vor.

Bei der Hallen-Stadtmeisterschaft 2017 der Senioren um den Pokal der Sparkasse Alsdorf waren am Wochenende in der Sporthalle des städteregionalen Berufskolleg Alsdorf am Heidweg acht Mannschaften in zwei Gruppen angetreten. Dank der Vielzahl junger Spieler sah man bei der Stadtmeisterschaft an beiden Tagen volle Ränge mit entsprechender Stimmung. „Mit diesem Zuspruch hatten wir nicht gerechnet“, hatte sich Pressewart Josef Jansen vom Gastgeber VfB Alsdorf zunächst noch gefreut. Dieser bestätigte noch vor Beginn der Halbfinalspiele, dass alle Spiele bis dahin fair verlaufen seien und es nur zu einer roten Karte gekommen sei. Und wurde dann bitter enttäuscht.

Dezember 2016

Alemannia Mariadorf hat ein neues Trainerteam

Der punktlose Tabellenletzte der Fußball-Landesliga hat ein neues Trainerteam

Es ist bereits der dritte Versuch in der laufenden Saison: Markus Hambach und Manfred Moers sollen die Land-Alemannia wieder in die Erfolgsspur bringen. Das Duo war bislang beim Kreisligisten FC Stolberg tätig, hatte aber eine Ausstiegsklausel für den Fall, dass ein höherklassiger Verein anklopfen würde. Manuel Ortiz-Gonzalez, mit dem Mariadorf in der vergangenen Saison auf den letzten Drücker der Klassenerhalt gelang, hatte sein Traineramt aufgegeben, damit die Mannschaft neue Impulse bekommt. Dann half Imad Laadim bis zur Winterpause aus. „Uns geht es darum, schon in der Rückrunde eine konkurrenzfähige Mannschaft für die Bezirksliga zu entwickeln“, beschrieb Vereinsvorsitzer Josef Weitz die sportliche Zielsetzung. Hambach und Moers haben einen Vertrag bis zum Sommer.

Hallencup: Mariadorf setzt auf talentierte junge Spieler

"Natürlich gilt Hahn auf dem Papier als Favorit in der Gruppe, aber in der Halle ist alles möglich."

Daniel Koerlings ist seit November neuer sportlicher Leiter bei der Landalemannia und hat uns im Vorfeld des Sparkassen Hallencups einige Fragen beantwortet.

 

Am 5. Januar greift Alemannia Mariadorf in das Turniergeschehen ein und trifft in der Gruppe E auf Inde Hahn und Kohlscheider BC

 

1) Welche Ambitionen habt ihr bei der diesjährigen Auflage?

Wir haben in den letzten Jahren immer eine gute Rolle bei dem Turnier gespielt, obwohl wir oftmals als Außenseiter gestartet sind. Wir wollen einfach nur Spaß am Fussball in der Halle haben und schauen dann wie weit es für uns geht.

2) Wie sieht eure diesjährige Mannschaft aus? (Hallenspieler, nur wer Bock hat, Spieler aus der zweiten Reihe/Reserve, etc.)

 

Die Mannschaft besteht dieses Jahr aus talentierten jungen Spielern aus der Ersten, und der Zweiten Mannschaft, sowie Hallenspielern, die ihr Können schon mehrmals unter Beweis gestellt haben. Gecoacht wird das Team vom Trainer der 2.Mannschaft Leo Schneider, der aufgrund der Trainersuche für unsere Landesliga Mannschaft einspringt.

 
3) Wie seht ihr eure Vorrundengruppe? Wer sind die Favoriten auf den Titel 2017?

 

In unserer Gruppe spielen wir ja bekanntlich gegen den Kohlscheider BC und den FC Inde Hahn. Natürlich gilt Hahn auf dem Papier als Favorit in der Gruppe, aber in der Halle ist alles möglich. Als Turnierfavoriten darf man neben dem Titelverteidiger Wegberg-Beeck unseren Gruppengegner Inde Hahn sowie den Dürener Verterter Borussia Freialdenhoven bezeichnen.

 
4) Was macht dieses Turnier so einzigartig? Worauf freut ihr euch in diesem Jahr am meisten?

 

Der Sparkassen Cup steht für mich als attraktivstes Hallenturnier im ganzen Bereich Mittelrhein. Alleine die Anzahl der ganzen Teams auf Verbandsebene sowie die stets gefüllten Hallen und die wunderbare Atmosphäre macht es für mich persönlich zu einem der Highlights im Amateurfußball in jedem Jahr.

Reportage über die Landalemannia aus der Aachener Zeitung

vom 06.12.2016

Bei der Land-Alemannia bleibt man trotzig

 

Von Yannick Longerich

 

Alsdorf. Am Ende eines bitterkalten Fußballnachmittags in der Landesliga können die abgekämpften Kicker von Schwarz-Weiß Nierfeld konstatieren: Im Westen nichts Neues. Drei Punkte eingefahren, ein dreckiger Arbeitssieg in Unterzahl beim weiterhin punktlosen Tabellenletzten Alemannia Mariadorf. Überlebenswichtig im Abstiegskampf.

 

Die Spieler in gelb und schwarz stehen verstreut vor dem Kabineneingang. Es ist ruhig, ein wenig wird mit den Umstehende über das zurückliegende Spiel diskutiert. Es sind die Ausstehenden – Betreuer, Vorstandmitglieder und Fans – die das Team wieder aufrichten, Mut zu sprechen, Optimismus verbreiten. Hier hat sich niemand aufgeben trotz der punktlosen Tristesse beim Blick auf die Tabelle. „Und wenn schon, uns kriegen sie nicht kaputt! Dann eben nächstes Jahr Bezirksliga“, lautet das geflügelte Wort in diesen Stunden.

 

Rückblende: Freitagabend stehen zum Abschlusstraining 16 Spieler inklusive zweier Torhüter unter der Leitung von Trainer Imad Laadim auf der gefrorenen Asche am Südpark. Für einen punktlosen Tabellenletzten ein echter Luxus möchte man meinen, zumal den Land-Alemannen die bittere Pleite vom Wochenende noch in den Knochen steckt. Eine souveräne 2:0 Führung wurde nach 70 Minuten noch aus der Hand gegeben, sodass am Ende eine derbe 5:2 Packung in Erftstadt-Lechenich zu Buche stand. „Die Trainingsbeteiligung ist nach wie vor ausgezeichnet, man merkt den Jungs an, dass hier keiner aufgibt und aufgeben will“, sagt der langjährige Teambetreuer Matthias Esser.

 

Dick eingepackt sitzt er wie bei jedem Training zusammen mit Physiotherapeut Richard Stommen auf der Reservebank und beobachtet das muntere Treiben. Ein deutliches Handspiel unterbindet einen Angriff der Trainingsgruppe. „Spiel weiter, es hat niemand gepfiffen“, lautet der postwendende Kommentar von Trainer Laadim. Der Ball wird zurückerobert und zappelt wenige Sekunden später im Netz von Torhüter Aleksandar Lovric.

 

Seitdem Laadim Anfang Oktober seinen ehemaligen Chef Manuel Ortiz-Gonzales beerbt hat, hat sich für den einstigen Spieler der Land-Alemannia viel verändert: „Ich habe die Mannschaft in einer unglaublich komplizierten Situation übernommen. Da ich mit vielen von Ihnen noch gemeinsam gespielt habe, musste ich schnellstmöglich die notwendige Distanz gewinnen, damit eine gewisse Hierarchie sich einstellt. Ich denke, zumindest das hat bislang gut funktioniert.“ Anhand der nackten Tabelle ist Laadim nicht viel weiter als sein Vorgänger. Der sogenannte „Reset-Knopf“ wäre noch nicht gefunden worden, viele Probleme hätten sich seit der Rückrunde der vergangenen Spielzeit gezeigt und haften weiter an der Mannschaft. Man merkt dieser Mannschaft aber zumindest beim Training an, wieder den nötigen Biss zu haben.

 

Am Sonntagnachmittag haben wieder fast 100 Alemannia-Anhänger den Weg zum Südpark gefunden und erleben schon nach vier Minuten allzu Vertrautes, als Gästespieler Oliver Manteuffel eine Unachtsamkeit der Mariadorfer Abwehr nutzt und zum 0:1 trifft. Die Land-Alemannen wirken jedoch wenig geschockt holen sich den gerechten Lohn bereits in der 13. Minute ab, als der Nierfelder Daniel Bildstein von Schiedsrichter Christian Lex nach Notbremse früh zum Duschen geschickt wird und Tobias Voss den fälligen Strafstoß zum umjubelten 1:1 versenkt. Es keimt leise Hoffnung auf bei nunmehr ausgeglichenem Spielstand und langer Überzahl.

 

Mit dem Halbzeitpfiff wächst die Zuversicht, dass es gerade heute mit dem ersehnten ersten Punktgewinn klappen könnte. „Ich traue dem Braten noch nicht ganz. Wir legen uns immer wieder krumme Dinger hinten rein“, orakelt Platzwart Michael Schwarzer. Recht bekommt er schon fünf Minuten nach Wiederbeginn, als Abwehrrecke Mert Büyükkelek eine Nierfelder Hereingabe in die eigenen Maschen abfälscht. Fassungslosigkeit macht sich unter den Zuschauern breit, die Land-Alemannia hat ohne Not mal wieder einem Gegner die Führung geschenkt. Was folgt sind 40 Minuten biederes Anrennen gegen das Nierfelder Abwehrbollwerk. Das Mariadorfer Spiel ist zuteilen recht ansehnlich, aber nicht von Erfolg gekrönt.

 

Josef Weitz, jüngst wiedergewählter Vorsitzender der Mariadorfer Alemannia, steht versteinert neben der kleinen Kaffee-Bude mit den beiden Mariadorfer Schlachtenbummlern Adolf Boehm und Heinz Dreßen. Man merkt dem Vereinschef an, wie sehr die Situation an ihm zehrt. Zum Hundertjährigen wollte er den Vorsitz eigentlich abgegeben haben, um den Weg für die jüngere Generation freizumachen. Der Große Rückhalt aus den Kreisen der Mitglieder und nicht zuletzt die glühende Liebe zum Verein haben ihn davon überzeugt, hier und heute weiterhin als erster Mann im Verein zu fungieren und nicht „dass Schiff in seiner Not zu verlassen“.

 

Es ist symptomatisch, dass Mariadorf erst dann zum zweiten Torerfolg kommt, als dass Spiel mit 1:3 zugunsten der Gäste bereits entschieden ist. Das Freistoßtor von Francesco Alberga ist zwar sehenswert, aber nicht nur aus Sicht von Heinz Dreßen unter dem Strich „für die Katz'.“ Trotzdem geht vom harten Kern niemand schnell nach Hause. Im Vereinsheim sitzen der Vorsitzende und sein Trainer noch eine Stunde nach Abpfiff bei einer heißen Tasse Kaffee zusammen und plaudern über die nächste Zeit.

 

Laadims Zusage für den Trainerposten gilt unter den jetzigen Bedingungen bis zum Jahreswechsel, danach braucht der Jungtrainer definitiv die Unterstützung eines neuen Assistenten, damit Beruf und Familie nicht leiden. Die junge Mannschaft scheint in ihm einen Mann gefunden zu haben, der die Sprache der Spieler spricht und hoffen lässt, langfristig das Ruder herumreißen zu können.

 

Unterstützung erhält er noch im Vereinsheim von unerwarteter Seite: Gästetrainer Achim Züll zollt der jungen Mariadorfer Mannschaft großen Respekt, die sich trotz der trostlosen Situation nicht aufgibt und auch heute aus seiner Sicht eine ansprechende Leistung gezeigt habe. „Wir haben in Nierfeld mit ähnlichen Problemen zu kämpfen. Gute Spieler können wir nicht lange bei uns halten und mit Jugendlichen kannst du das nicht immer gleichwertig kompensieren.“ Am Ende bleibt eine Schicksalsgemeinschaft. Die Land-Alemannia wird allen Gerüchten zum Trotz die Saison zu Ende spielen, ein Rückzug ist von allen Seiten her ausgeschlossen. Platzwart Schwarzer nimmt es sportlich: Und wenn wir absteigen, na und? Dann spielen wir eben nächstes Jahr eine erfolgreiche Saison in der Bezirksliga!“ Es geht also immer weiter am Südpark.

Nachgefragt: Josef Weitz (1. Vorsitzender)

Wird der Verein kurzfristig reagieren?

Wir werden kein Harakiri betreiben, aber zwei bis drei Zu- und Abgänge werden schon stattfinden. Mit dem Trainer werden wir uns in der kommenden Woche zusammensetzen und das weitere Vorgehen besprechen.

 

Wie sieht die langfristige Ausrichtung aus?

Wir haben nicht die finanziellen Mittel, um Topspieler lange zu halten, deswegen wollen wir in Kooperation mit der erfolgreichen zweiten Mannschaft möglichst viele Jugendspieler integrieren. Finanzielle Experimente sind genauso ausgeschlossen, wie ein Zurückziehen der Mannschaft in dieser Saison.

 

Wie sieht ihre Zukunft im Verein aus?

Vor fünf Jahren habe ich bereits eine Verjüngung des Vorstands angekündigt. Auf Drängen der Mitglieder habe ich im November dann nochmals kandidiert unter der Bedingung, dass junge Leute bei uns im Vorstand hospitieren und an höhere Aufgaben herangeführt werden. Nach dieser Amtszeit werde ich nicht mehr antreten.

Adolf Böhm (Alemannia Urgestein)

Ich finde, dass unsere Hintermannschaft etwas zu langsam ist. Viele unnötige Gegentore sind schon gefallen, weil unsere Verteidigung zu langsam umschaltet. Die Jungs bringen sich oftmals selbst um ihrem verdienten Erfolg.

Heinz Drehsen (Langjähriger Begleiter)

Spielerisch sehen wir auch dieses Jahr eine ansprechende Mannschaft. Die jungen, talentierten Nachwuchsspieler müssten allerdings mehr entlastet werden. In solch jungen Jahren kann man noch nicht alleine die Kohlen aus dem Feuer holen.

 

Matthias Esser (Betreuer)

Die Mannschaft bleibt trotz der desaströsen Saison zusammen und kämpft weiter, das freut mich sehr. Auch die Trainingsbeteiligung ist bemerkenswert. Vielmehr sind es viele Details die zu der aktuellen Situation beitragen. Wir müssen einfach den Schalter finden.

 

Michael Schwarzer (Platzwart am Südpark)

 

Eine solche sportliche Misere habe ich in meiner langen Zeit bei der Alemannia noch nicht erlebt und trotzdem ist die Stimmung vereinsintern und das Interesse der Zuschauer weiterhin auf hohem Niveau.

 

 

 

Richard Stommen (Physiotherapeut)

 

Die Jungs sind konditionell auf einem sehr guten Level und die taktische Ausbildung genügt alles in allem den Ansprüchen der Liga. Ich denke, dass das Problem mentaler Natur ist. Wir brauchen endlich ein Erfolgserlebnis!

 

Bericht von FuPa Aachen vom 13.12.2016:

Imad Laadim ist nicht mehr Coach in Mariadorf

"Ich habe mein Versprechen gehalten und dem Klub bis zur Winterpause geholfen, so dass man Zeit hatte, einen neuen Trainer zu finden."

Nach der 1:6-Niederlage in Teveren hat Mariadorfs Interimstrainer Imad Laadim, zuvor „Co“ unter Manuel Ortiz-Gonzalez, sein Amt offiziell aufgegeben. „Ich habe gedacht, wenn es läuft, mache ich vielleicht weiter“, gibt der 32-Jährige, der seine Karriere vergangene Saison nach einem Kreuzbandriss beenden musste, ehrlich zu. „Aber es gibt einfach zu viele Baustellen, um die ich mich zeitlich neben meiner beruflichen Belastung nicht so intensiv wie nötig kümmern kann.“


Das 1:6 zum Abschluss sei schon „eine Ohrfeige. Meine erste Trainerstation war nicht so prickelnd, trotzdem habe ich es als sehr schön empfunden, vor allem mit den jungen Spielern zu arbeiten, die Biss haben und Erfahrungen sammeln wollten“. Wer den Tabellenletzten, der mit null Punkten sicher schon für die Bezirksliga planen darf, übernimmt, ist noch nicht geklärt.

Oktober 2016

Bericht aus der Aachener Zeitung vom 07.10.2016

Ortiz-Gonzalez gibt Posten auf
In der Fußball-Landesliga als Trainer von Alemannia Mariadorf zurückgetreten.

Nein, Augenzeuge war Bernhard Schmitz, Trainer von Germania Eicherscheid, nicht am Donnerstag bei der 4:5-Niederlage des anstehenden Gegners Ale-mannia Mariadorf in Glesch-Paffendorf. Und das aus gutem Grund: „Ich habe trainieren lassen, um optimal auf die Partie am Sonntag vorbereitet zu sein.“ Denn unterschätzen will der Coach des Aufsteigers die immer noch punktlosen Land-Alemannen nicht. „Der Gegner ist besser als es die momentane Tabellensituation hergibt“, meint Schmitz. „Er hat zuletzt vier Tore erzielt, ist auf dem Weg in die richtige Spur. Die wird er sicher finden, hoffentlich nicht schon gegen uns.“

Auf jeden Fall wird am Sonntag ein anderer Trainer den Weg auf die Gästebank finden, denn Manuel Ortiz-Gonzalez zog als Trainer von Alemannia Mariadorf am Freitagvormittag die Konsequenzen aus der 4:5-Niederlage. „Ich habe mit dem Vorstand gesprochen, und wir sind zu dem Schluss gekommen, dass wir die Zusammenarbeit beenden“, erklärte Ortiz-Gonzalez nach sieben Spielen ohne Punkt. Die bittere Erkenntnis: „Ich habe mir das alles noch einmal durch den Kopf gehen lassen und bin zu der Überzeugung gekommen, dass die letzten Tore von einigen Mariadorfer Spielern provoziert und mit Absicht durchgelassen wurden.“ Das Wort „Arbeitsverweigerung“ wollte der Mariadorfer Ex-Coach nicht in den Mund nehmen, meinte aber: „Einige Akteure haben in der Schlussphase nicht mehr das gezeigt, was sie können.“ Auch Mariadorfs Vorsitzender Josef Weitz wollte nicht ausschließen, dass einige Spieler gegen den Trainer gearbeitet haben, sah aber keine andere Möglichkeit: „Die Trennung war der letzte Strohhalm. Dieser Schritt ist mir ungeheuer schwergefallen.“ Bei der Sonntagspartie in Eicherscheid wird Co-Trainer Imad Laadim die Mannschaft von Mariadorf betreuen.

Juli 2016

Imad Laadim und Tom Weitz unterstützen die Erste Mannschaft als Co.- bzw. Torwarttrainer !!!

Das Trainerteam unserer Ersten Mannschaft wird verstärkt! Nach einigen guten Gesprächen, konnte der Vorstand zwei ehemalige Leistungsträger der Ersten Mannschaft für das Trainerteam gewinnen. Imad Laadim, der seine fußballerische Karriere aufgrund einer schweren Verletzung an den Nagel hängen musste, wird unseren Trainer Manuel Ortiz-González als Co-Trainer zur Seite stehen. Tom Weitz, der ebenfalls seine Karriere nach der letzten Saison beendete, wird die Torhüter trainieren. 
Wir wünschen Beiden viel Erfolg für die kommenden Aufgaben !!! 

Bericht aus der Aachener Zeitung:

Der Top-Torjäger verlässt Alemannia Mariadorf

Alessio Pinna wechselt zum VfL Vichttal. Ihn ersetzt Francesco Alberga aus Oidtweiler. Bislang echte drei Neuzugänge.

Manuel Ortiz-Gonzalez weiß, wo er in der kommenden Saison der Fußball-Landesliga mit seiner Alemannia aus Mariadorf stehen will. Beziehungsweise er weiß, wo er es nicht will: Nämlich auf dem ersten Nichtabstiegsplatz wie in der vergangenen Saison, gerade mal zwei Punkte vorm ersten Absteiger SV Rott.

„Wir wollen uns von Anfang an im Mittelfeld etablieren“, sagt der Trainer, der in seine dritte Saison in Alsdorf geht.

Rückblickend auf die abgelaufene Saison,

die im Prinzip nur dadurch zufriedenstellend gelaufen sein dürfte, weil man die Klasse gehalten hat, sagt der Trainer auch: „Es gibt nicht viele Dinge, die wir viel besser machen müssen.“ Grund für die Teilnahme im Abstiegskampf sei vielmehr das Verletzungs- und Krankheitspech innerhalb der Mannschaft. Dennoch gibt Ortiz-Gonzalez zu Protokoll, dass die Defensive in ihrer ersten Landesligasaison nach dem Aufstieg 14/15 nicht mehr so stabil gestanden habe, wie zu Bezirksligazeiten.

 

Die letzte Bezirksligasaison ist für Ortiz-Gonzales bei mehreren Analysen der Gradmesser. So auch bei den Abgängen. „Mit Alessio Pinna verlässt uns unser Top-Torjäger aus der Bezirksligazeit“, sagt der Trainer, „er war es auch in der vergangenen Saison, war aber leider in der Rückrunde nicht mehr so treffsicher.“ Mit 14 Toren auf dem Konto verlässt der Stürmer die Alemannia in Richtung des letztjährigen Dritten VfL Vichttal – für seinen Ex-Trainer einer der Favoriten auf die oberen Ränge.

Als Ersatz für Pinna kommt Francesco Alberga von Concordia Oidtweiler mit der Empfehlung von 19 Treffern aus der vergangenen Bezirksligasaison. Zwei weitere Verpflichtungen sind Mittelfeldmann Mouhcine Mimi, der aus dem belgischen Eynatten kommt und zuvor für Westwacht Aachen in der Landesliga aktiv war, und Lucas Heitzer. Der 20-Jährige ist ebenfalls fürs Mittelfeld vorgesehen und kommt vom Bezirksligisten Jugendsport Wenau.

 

Ein vierter Transfer liege laut Ortiz-Gonzalez noch in der Schwebe. „Der Spieler ist im Urlaub, deswegen will ich dazu nicht mehr sagen.“ Mit diesem Transfer – oder auch nicht – sei die Kaderplanung abgeschlossen. Dazu gesellen sich noch sechs Spieler aus der zweiten Mannschaft und der eigenen Jugend. Ins Trainingslager beordert der Trainer sein Team, das seit vergangenem Sonntag wieder auf dem Platz steht, nicht. Ortiz-Gonzalez ist froh, dass der größte Teil der Mannschaft die gesamte Vorbereitung mitmachen werde.

 

Abgänge: Steffen Mühldorf (TuS Langerwehe), Alessio Pinna (VfL Vichttal)

Neuzugänge: Mouhcine Mimi (Eynatten, Belgien), Francesco Alberga (Concordia Oidtweiler), Lucas Heitzer (JS Wenau), Umut Gökgöz, Emre Erol, Yannick Wenn (alle 2. Mannschaft), Hasan Cetinkaya, Sülegman Can, Orcun Behil (alle eigene Jugend)

 

Alemannia Aachen gewinnt zum 100-jährigen Jubiläum der Landalemannia mit 6:1 im Südpark !!!

Erste Mannschaft schlägt sich gut gegen die Regionalligakicker und muss sogar in Führung gehen. Ca. 600 Zuschauer sehen das Spiel im Südpark.

Bericht von der Internetseite der Alemannia:

Tivoli-Kicker treffen erneut im halben Dutzend

6:1-Erfolg beim Alemannen-Duell in Mariadorf

Die Alemannia hat auch ihr zweites Testspiel im Rahmen der Vorbereitungen auf die Saison 2016/2017 siegreich gestaltet. Vor rund 600 Zuschauern gastierte die Elf von Fuat Kilic anlässlich des 100-jährigen Vereinsjubiläums bei Alemannia Mariadorf und setzte sich beim Landesligisten deutlich mit 6:1 (4:1) durch.

Bei den Schwarz-Gelben kamen mit Neuzugang Pascal Nagel sowie den drei Testspielern Günter Mabanza, Onur Alagöz und Ryo Suzuki insgesamt 18 Akteure zum Einsatz. Dennis Dowidat (krank), Necirwan Khalil Mohammad (Prellung) sowie Christos Draganidis (Muskelfaserriss) waren nicht mit von der Partie. Nach 17 Minuten eröffnete Suzuki den Torreigen, als er den Ball auf Zuspiel von Kühnel erstmals  in die Maschen beförderte. Nach Vorarbeit von Rüter erhöhte Fejzullah zunächst auf 0:2 (22.), ehe den Land-Alemannen durch einen Kopfball von Vidakoivic der Anschlusstreffer gelang (26.). Nach Steckpass von Ernst war es erneut Fejzullahu, der nach einer halben Stunde den alten Abstand wiederherstellte. Vier Minuten später gelang Kühnel mit einem Schuss von der Strafraumgrenze der Treffer zum 1:4-Pausenstand.

Auch im zweiten Spielabschnitt hatte der Regionalligist das Geschehen sicher im Griff. Mohr bereitete über den linken Flügel vor und Suzuki schraubte das Ergebnis aus kurzer Distanz auf 1:5 (59.). Mit seinem dritten Treffer des Abends setzte der Japaner elf Minuten vor dem Ende auch den Schlusspunkt. Nach einer Linksflanke von Mabanza traf Suzuki zunächst nur die Latte und köpfte die Kugel im Nachsetzen zum 1:6 über die Linie (79.). „Anfangs hatten wir leichte Probleme, um in die Partie zu kommen. Wir haben das Spiel dann mehr über die Flügel verlagert und sind so zum Erfolg gekommen. Mit dem Engagement und der Bereitschaft bin ich sehr zufrieden“, zog Fuat Kilic nach den zweiten 90 Testspielminuten eine positive Zwischenbilanz.

 

Aufstellungen:

 

Alemannia Mariadorf: Weitz (46. Lovric) – Büyükkelek (62. Behil), Voss (46. Balduin), Jordine, Kandetzki – Benzelrath (60. Mironidis), Schmiedel, Vidakovic (46. Hochmuth), Offermanns (67. Kikunga) – Achterberg (67.Gökgöz), Willems / Trainer: Manuel Ortiz

 

Alemannia Aachen: Sprint (46. Nagel) – Ernst (46. Mabanza), Alagöz, Löhden (46. Propheter), Winter – Rüter (46. Pütz), Kühnel, Staffeldt (46. Kucharzik), Mickels (23. Mohr) – Fejzullahu (46. Gödde), Suzuki / Trainer: Fuat Kilic

 

Tore:

0:1 Suzuki (17.), 0:2 Fejzullahu (21.), 1:2 Vidakovic (27.), 1:3 Fejzullahu (31.), 1:4 Kühnel (34.), 1:5 Suzuki (58.), 1:6 Suzuki (79.)

 

 

Fotogalerie 1

 

Fotogalerie 2

Bericht aus der Aachener Zeitung vom 01.07.2016

Leistungsträger verabschiedet !!!

Stammtorhüter Thomas Weitz zieht sich zurück. Lobende Worte vom Vater.
Beim Spiel zwischen Alemannia Mariadorf und Alemannia Aachen kam es auch zur Verabschiedung des langjährigen Torwartes und Leistungsträgers von Alemannia Mariadorf, Thomas Weitz. Ihm wurde vor Spielbeginn gedankt durch den Vorsitzenden und Vater Josef Weitz,
2. Vorsitzende Gerlinde Pley und Hauptgeschäftsführer Werner Richter unter starkem Beifall ein Geschenk überreicht. Die Laudatio hielt Franz-Josef Stollenwerk. Hiernach ist Thomas Weitz seit dem Jahr 2000 Stammtorhüter und in den letzten Jahren auch Spielführer der l. Mannschaft. Rund 500 Spiele hat er in dieser Zeit für die Landalemannen absolviert. Danach wechselte er für zwei Jahre in die B-Jugend vom 1. FC Köln. In dieser Zeit war er auch über Jahre Auswahlspieler des Fußballverbandes Mittelrhein, mit dem er auch Deutscher Meister bei den Landesmeisterschaften wurde. Dann zog es ihn für zwei Jahre in die Niederlande, in die Nachwuchsmannschaft von Roda JS Kerkrade, wo er auch mit Roel Brouwers, der später bei Borussia M.Gladbach kickte, zusammen spielte.

Positive Außendarstellung

Im Jahre 2000 kehrte Thomas Weitz in den Mariadorfer Südpark zurück, wo er bis heute als glänzender Torhüter seine Leistungen im Dienste der Mannschaft stellte. „Er war bei seinen Mannschaftskollegen nicht nur als Mitspieler und Spielführer sondern auch als Mensch sehr gefragt und beliebt. Seinen Verein hat er nicht nur durch seine sportlichen Leistungen sondern auch durch seine Außendarstellung immer in positiver Weise vertreten. Dafür dankt der Vorstand und die Mannschaft Thomas Weitz und wir freuen uns, dass er dem Verein auch in Zukunft in anderen Funktionen erhalten bleibt“, so Franz-Josef Stollenwerk.

 

Thomas Weitz bedankte sich für die ehrende Verabschiedung und erinnerte noch daran, dass er mit der Alemannia gleich im ersten Jahr 2001 Meister und somit Aufsteiger in die Landesliga wurde. „Ich bin hier groß geworden. Die Alemannia war immer mein Heimatverein. Auch wenn ich vorübergehend hier nicht gespielt habe, blieb ich der Alemannia aus Mariadorf im Herzen treu. Dank empfinde ich dafür, dass ich in all den Jahren von Verletzungen verschont blieb“, so Weitz.

April 2016

Verkaufsstart des Stickeralbum !!!

Endlich ist es soweit… am Samstag den 09.04.2016, pünktlich zum ersten Spieltag der Jugend nach den Osterferien, startet im Südpark ab 10.00 Uhr der Verkauf für das erste Sticker-Sammelalbum des SV Alemannia Mariadorf!!!

Wie bereits nach dem Fotoshooting Ende Februar angekündigt, hat die Jugendabteilung zum 100jährigen Vereinsjubiläum - zusammen mit der Firma Akinda - ein Stickeralbum realisiert, ähnlich den bekannten „Paninialben“ mit den Fussballstars der WM oder EM.

Hiermit wollen wir zum runden Jubiläum beitragen, um unseren Verein zu präsentieren, aber auch um Zusammengehörigkeit, Kommunikation, Teamgeist und die Identifikation innerhalb und zwischen den Mannschaften zu stärken. 

 

Neben einem tollen Sammelalbum wurden von allen Mannschaften, Spielern/innen, Trainer-/innen unseres Vereins eigene Klebebilder hergestellt, natürlich noch Mannschaftsfotos und auch Bilder von Vorstandsmitgliedern, Funktionären u.v.m., insgesamt rund 350 Sticker, alles verpackt in einem tollen Heft mit vielen weiteren Infos!  Zudem wird das Stickeralbum von einigen regionalen Sponsoren unterstützt, die ebenfalls einen eigenen Sticker erhalten!

 

Das Heft ist für 5,00 Euro zu haben, die dazugehörigen Stickertütchen mit 5 Bildern gibt es für 1,00 Euro pro Packung.

 

Neben der Jugendcafeteria und des Clubheims (Verkauf zu den üblichen Öffnungszeiten während der Trainingszeiten und den Jugendspielen) können Sticker in weiteren Verkaufsstellen bezogen werden:

 

- SPORTSFREUND Rauscheid, Bahnhofstraße 56 in Alsdorf

 

 und

 

- EDEKA Holland, Eschweiler Straße 2a in Mariadorf am Dreieck

 

Zudem sind Tauschbörsen geplant, die bei uns am Sportplatz als auch in den Verkaufsstellen stattfinden sollen. Die Termine werden noch bekannt gegeben.

 

Die anteiligen Einnahmen aus diesem Projekt fließen zu 100% in die Jugendkasse. Somit werden gleichzeitig alle Jugendmannschaften des SV Alemannia unterstützt!

 

“Bevor Kindheitsträume wahr werden, müssen Kindheitserinnerungen geweckt werden!“

 

Vorberichte zum Spiel unserer Ersten gegen SV SW Nierfeld !!!

Bericht aus der Aachener Zeitung:
Auf kleinen Plätzen sind nicht nur gute Techniker gefragt
Land-Alemannia muss in Nierfeld antreten.
„Der Platz in Nierfeld ist sehr klein, das wird eine schwierige Aufgabe für meine Mannschaft werden“, grübelt Manuel Ortiz-Gonzalez, Trainer von Fußball-Landesligist Alemannia Mariadorf, über seine Aufstellung vor dem Auftritt beim Tabellenvorletzten Schwarz-Weiß Nierfeld.
Kleiner Platz, das bedeutet enge Räume, doch Ortiz-Gonzalez nimmt das Personalpuzzle mit Humor: „Wir sind eine gute Hallenmannschaft, das haben wir ja bewiesen“, erinnert der Trainer der Land-Alemannen an die erfolgreichen Auftritte seines Teams im Winter. „Vielleicht sollte ich ja nur Techniker aufstellen, die in der Halle gut zurecht kommen.“ Während sich die Aufstellung der Mariadorfer noch kurzfristig entscheidet, steht das sportliche Ziel eindeutig fest: „Wir wollen unbedingt die drei Punkte“, sagt Ortiz-Gonzalez, der dann mit 28 Punkten den Blick nicht mehr nach unten richten müsste. Ohnehin laufen die Planungen schon für die kommende Saison, „denn die Mannschaft bleibt weitgehend zusammen“, sagt Ortiz-Gonzalez. Und der Trainer? „Man hat mir signalisiert, dass man mit meiner Arbeit zufrieden ist.“
Bericht aus dem Kölner Stadtanzeiger:
Oliver Manteuffel wieder ein Nierfelder
Kader des Landesligisten erhält Verstärkung aus Kall.
„Wenn du glaubst es geht nicht mehr, kommt irgendwo ein Lichtlein her.“ Das bekannte Sprichwort passt irgendwie zur Situation beim SV SW Nierfeld, der nach der äußerst bitteren Niederlage in letzter Sekunde gegen den SC Brühl auf einen Abstiegsplatz gerutscht ist.  „Das war ein harter Schlag, an dem auch ich einige Zeit zu knabbern hatte. Es scheint momentan so, als hätten wir das Pech gepachtet, doch das wird nicht ewig anhalten“, glaubt Mario Held, Co-Trainer und Sportlicher Leiter der Nierfelder in Personalunion. Für einen Hoffnungsschimmer sorgt nun ausgerechnet der langjährige Rivale Kaller SC, der seine erste Mannschaft vom Spielbetrieb abmeldete und damit zugleich attraktive Spieler auf den Markt spülte – vor allem für den SVN.  „Ein Großteil des Kaders ist durchaus interessant für uns, doch wir werden sicher nicht über das Ziel hinausschießen und genau schauen, wer in unser Gesamtkonzept passt“, berichtet Held.

Das Anforderungsprofil erfüllt hat auf jeden Fall Oliver Manteuffel, den man im Schleidener Tal bestens kennt und schätzt. Der Routinier war über Jahre hinweg Leistungsträger in Nierfeld und kehrt nun nach weniger als einem Jahr an seine alte Wirkungsstätte zurück. Das Gute für die Verantwortlichen: Manteuffel ist ab sofort spielberechtigt und kann schon am Sonntag im Heimspiel gegen Alemannia Mariadorf sein Debüt feiern.

Held klärt auf: „Mit Oliver sind wir uns schnell einig geworden. Zwei weitere Kaller Spieler wollen wir für die laufende Saison noch verpflichten, andere sind erst für die kommende Spielzeit ein Thema.“ Die Verstärkung – ganz egal in welchem Umfang – kommt keinen Augenblick zu früh, denn die Lage im Kampf um den Klassenerhalt ist so prekär wie selten zuvor. Durch den Punktgewinn von Teveren gegen Inde Hahn steht der Klub aus der Eifel nach langer Zeit wieder auf einem Rang unterhalb des Striches und da helfen auch die positiven Ansätze der vergangenen Wochen nichts mehr.

 Zum Beispiel die Tatsache, dass Ulas Önal – obwohl bei weitem noch nicht in Bestform – an beiden Treffern in Brühl beteiligt war. Oder der Umstand, dass die Talente Maximilian Patt und Andreas Wiedenau immer besser in der Klasse Fuß fassen. Am Ende zählen eben nur die Ergebnisse, die die Züll-Schützlinge nun liefern müssen – gegen Mariadorf kann der Anfang gemacht werden.

März 2016

Wahnsinnsjubiläum: 1000. Spiel in Landesliga!

Josef Weitz hätte ahnen können, dass in dieser Saison noch ein ganz besonderes Spiel ansteht. Schließlich weiß der Klubchef des SV. Alemannia Mariadorf, dass 2016 für seinen Verein ohne Wenn und Aber das Jahr der Jubiläen ist. Der Sechstligist aus Alsdorf bei Aachen feiert seinen 100. Geburtstag, mischt als einziges Team seit exakt 70 Jahren ununterbrochen im Spielbetrieb auf Verbandsebene mit und der Vorsitzende selbst ist seit 20 Jahren im Amt. Doch die 1000. Partie seiner Alemannia in der Landesliga Mittelrhein wäre dem umtriebigen 64-Jährigen beinahe durchgegangen. „Wir verwahren zwar noch jede Menge Unterlagen und alte Tabellen in unserem Vereinsheim, aber diese Marke hatten wir nicht auf dem Schirm“, sagt Weitz.

 

Ein Hinweis aus der Nachbarschaft änderte das. Hans Büttner, der nicht weit entfernt von der Anlage der Alemannia zu Hause ist, stolperte irgendwann über die Zahlen, die Einzigartiges im Verband Mittelrhein ankündigten. „Ich habe mir im Internet die ewige Tabelle der Landesliga angeschaut, ein bisschen gerechnet und wusste, dass mit der Partie gegen den SV Rott diese spezielle Marke erreicht wird“, erzählt Büttner. Kurzerhand verfasste er eine E-Mail, mit der Weitz und dessen Mitstreiter auf das bevorstehende 1000. Spiel aufmerksam gemacht wurden. „Dafür bin ich ihm dankbar, sonst wäre das wohl unbemerkt durchgerutscht“, sagt Weitz, der vor seiner Zeit als Vorsitzender schon 20 Jahre als Geschäftsführer tätig war.

Am Sonntag nun war der große Tag, das große Jubiläum.

"Gegen einen Umzug haben wir uns erfolgreich mit Händen und Füßen gewehrt" Für eine Umgestaltung des Stadionmagazins Südpark-Echo kam der Tipp zu spät. Ohnehin wollte Weitz

allzu großen Trubel vermeiden, „schließlich steckt das Team immer noch im Abstiegskampf“, wie er betont. „Darauf gilt es sich zu konzentrieren." Immerhin informierte der Vorsitzende noch den Fußball-Verband-Mittelrhein und die örtliche Presse. Und natürlich vergaß der 64-jährige Beamte

der Deutschen Bahn AG auch nicht, den Informanten zu der Partie einzuladen. Büttner nahm die Einladung gerne an und schaute sich erstmals live ein Match des SV Alemannia Mariadorf an.

Musterbeispiel für Kontinuität: Die erste Mannschaft der Alemannia kann auf mehr als 30 Jahre Landesliga-Zugehörigkeit verweisen.

 

Er dürfte wiederkommen, denn die Land-Alemannia, wie der Klub in Abgrenzung zur großen Alemannia im benachbarten Aachen genannt wird, zeigte ein furioses Jubiläumsspiel. Top-Torjäger Alessio Pinna brachte die Gastgeber nach neun Minuten in Führung. Dem Ausgleich (12.) folgte die prompte Antwort: Marco Vidakovic erzielte das 2:1 (14.), ehe Pinna zum zweiten Mal traf (41.). Zwar verkürzte Rott noch vor dem Wechsel auf 2:3, doch André Hochmuth beseitigte mit dem 4:2 (88.) letzte Zweifel am Erfolg der Alemannia. „Die Jungs haben die Vorgaben mit einer tollen Einstellung umgesetzt“, freute sich Trainer Manuel Ortiz-Gonzalez.

Auch Weitz war nach dem Spiel stolz. Seine Mannschaft hatte gewonnen, sich der ärgsten Sorgen im Abstiegskampf entledigt und befindet sich damit auf dem Weg, der inzwischen mehr als 30 Jahre andauernden Landesliga-Zugehörigkeit mindestens eine weitere Saison hinzuzufügen. „Diese Kontinuität ist schon etwas Besonderes“, unterstreicht Weitz. In all den Jahren habe man im Umland Vereine aufblühen und untergehen sehen, erklärt der 64-Jährige. „Bei uns wurde dagegen nie mit dem großen Geld hantiert, sondern auf Nachhaltigkeit gesetzt.“ So musste man zwar immer wieder den Verlust großer Talente verkraften, aber dafür spielen in der ersten Mannschaft eine ganze Reihe von Eigengewächsen, die dem Team einen besonderen Charakter verleihen. „Das ist eine klasse Truppe“, sagt Weitz. Diese Eigenschaften schätzen auch die Zuschauer - gerade in einem Ort, dessen Einwohner bis zur Schließung der Zechen im Aachener Revier in erster Linie von der harten Arbeit im Steinkohlenbergbau lebten. Dass der Klub mit seinen rund 600 Mitgliedern, 14 Nachwuchs- und drei Seniorenmannschaften so fest im Ort verwurzelt ist, verdankt er auch seiner zentral gelegenen Sportstätte. „Jahrelang stand ein Umzug an den Ortsrand zur Debatte, aber wir haben uns mit Händen und Füßen gewehrt“, berichtet Weitz. Der Pachtvertrag wurde verlängert und damit ist besiegelt, dass Klubheim, Rasen- und Hartplatz auf absehbare Zeit bleiben, wo sie sind.

Nach der Erneuerung des Tennenplatzes soll bald auch das grüne Geläuf saniert werden. Weitz erzählt das mit Stolz und vielleicht auch ein wenig Wehmut. Denn für ihn ist bald Schluss. „Ich möchte den Vorsitz eigentlich in diesem Jahr abgeben“, sagt er. So hat er es jedenfalls geplant. Weitz geht in Pension – nach exakt 50 Dienstjahren. Noch so ein Jubiläum. Krumme Zahlen, so scheint es, sind in diesem Jahr in Mariadorf einfach nicht vorgesehen.

 

Mariadorfs 1000. Spiel in der Landesliga
Fußballer der Land-Alemannia feiern morgen gegen den SV Rott Jubiläum
So oder so – bei Alemannia Mariadorf gibt es morgen etwas zu feiern: Man bestreitet gegen den SV Rott sein genau 1000. Spiel in der Landesliga-Geschichte des Vereins – und das im Jahr des 100-jährigen Bestehens. Zudem sind die Land-Alemannen das einzige Team seit der Gründung des Fußballverbandes Mittelrhein 1946, dass ununterbrochen auf Verbandsebene gespielt hat. Ganz klar, dass man im Derby auch die Punkte in Mariadorf behalten möchte.

„Die Mannschaft ist heiß auf das Spiel und sehr motiviert. Und entsprechend wird sie morgen auch auftreten“, verspricht Alemannia-Coach Manuel Ortiz-Gonzalez. Am vergangenen Sonntag hatte sein Team bei den Sportfreunden Düren (5:1) „drei für uns wichtige Punkte eingefahren“, so der Coach des Tabellenelften, der mit 19 Punkten längst noch nicht auf der sicheren Seite ist. Der Sieg in Düren wurde aber teuer „erkauft“, Imad Laadim verletzte sich schwer am Knie und wird diese Saison nicht mehr auflaufen. Zudem fehlen Ingo Schmiedel, Tobias Achterberg und Martin Beltran Sanchez verletzt.

 

„Rott ist ein unbequemer Gegner, spielerisch sehr stark. Ich habe das Team in Niederau gesehen, wo es stark agierte, aber noch verloren hat“, so Ortiz-Gonzalez. „Ich denke, beide Mannschaften wollen gewinnen und werden entsprechend auftreten.“ Und auch sein Kollege erwartet ein Kampfspiel: „Die Zweikämpfe werden im Mittelpunkt stehen. Mariadorf hat die meisten Punkte zu Hause geholt, wir sind also gewarnt“, sagt Rotts Trainer Faton Popova, der die starke Offensive mit Pina und die schnellen Außen der Gastgeber besonders hervorhebt. Rott kommt ohne Shohei Yamashita (vier Wochen gesperrt), Marvin Brauweiler (Gelb-Rot-Sperre), Timon Lantin (Leisten-OP) und dem immer noch an der Hand verletzten Oliver Klär. Hinter mindestens zwei weiteren Spielern stehen Fragezeichen, so dass Popova sein Team gegenüber den jüngsten 2:0-Erfolg gegen Brühl umstellen muss. „Ich denke noch darüber nach“, sagt der Rotter Coach schmunzelnd. „Yamashita hat gut gespielt und viel gemacht, auch Brauweiler hinterlässt eine Lücke.“ So wie gegen Brühl will der 31-Jährige sein Team auch in Mariadorf sehen: „Wir haben stark agiert und wollen genau da weitermachen.“

Der SV. Alemannia Mariadorf feiert am Sonntag ein besonderes Jubiläum gegen den SV Rott - 1000. Spiel in der Landesliga !!!

Genau zum 100-jährigen Bestehen des SV. Alemannia Mariadorf, gibt es gleich noch ein weiteres

Jubiläum zu feiern und zwar das 1000. Spiel in der Landesliga-Geschichte des Vereins !!!

 

Laut der Ewigen Tabelle der Landesliga bestritt der Verein von 1948 bis 2012 insgesamt 954 Spiele und war bis dorthin 32 Jahre lang in der Landesliga Mittelrhein vertreten. Im Jahr 2013 kamen dann noch 30 Spiele hinzu, so dass 984 Spiele zu Buche standen.

 

In der laufenden Saison hat die Erste Mannschaft nun 15 Spiele bestritten, so dass man auf eine Gesamtspielzahl von 999 kommt.

 

Am Sonntag wird der SV. Alemannia Mariadorf somit gegen den SV Rott sein 1000. Spiel in der Landesliga Mittelrhein bestreiten ! Wenn das nicht ein Grund zum Feiern ist !?!?

Imad Laadim verletzt sich schwer am Knie !!!

Im letzten Meisterschaftsspiel der Landalemannia gegen die Sportfreunde Düren musste er bereits nach einem heftigen Zusammenprall mit einem Gegenspieler verletzt ausgewechselt werden.

Beim letzten Meisterschaftsspiel unserer Ersten Mannschaft, verletzte sich unser Neuzugang Imad Laadim schwer am Knie und musste bereits nach 23 Minuten ausgewechselt werden. Er wurde sofort in ein Dürener Krankenhaus verbracht, wo dann die erschreckende Diagnose - Meniskusriss, Innenbandriss, sowie Kreuzbandriss - festgestellt wurde.

 

Der Vorstand, wie auch die Mannschaft waren bereits kurz nach dem Vorfall sehr bestürzt über die schwere Verletzung von Imad und man brauchte einige Minuten, um das Geschehene zu verarbeiten. In der Halbzeitpause war der Mannschaft dann ziemlich schnell klar, dass man die 2. Hälfte mit einer völlig anderen Einstellung angehen muss, um den Sieg für Imad einzufahren. Das wurde dann auch eindrucksvoll mit einem 5:1 geschafft.

 

Der SV. Alemannia Mariadorf wünscht Dir Imad an dieser Stelle, alles Gute und viel Kraft, um schnell wieder auf die Beine zu kommen. Wir sind für Dich da !